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Donnerstag, 31. Juli 2025

#zucchinischwemme - Gelbe Zucchinogrette

Wir haben Zucchini im Garten, nicht viel, aber bereits zwei Pflanzen muss man im Auge behalten. Wir versuchen sie jung und klein zu ernten, aber manchmal klappt das nicht. Deshalb habe ich immer ein Auge auf interessante Zucchini-Rezepte. Wir essen sie gerne, aber es sollte auch abwechslungsreich sein.

Zu manchen Rezepten gelangt man auf kuriosen Wegen. Zufällig habe ich bei facebook einen Beitrag von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer (die legendären Fernsehköche) gesehen. Dort gab es gebackene Zucchiniblüte und eine Zucchinogrette. Bisher war mir das unbekannt. Auf meine Frage, in welchem ihrer Kochbücher ich das Rezept finden kann, war Martina so nett, mich auf ihr Rezeptregister hinzuweisen. Und das ist wirklich eine tolle Sache. Für Besitzer von Kochbüchern der beiden ist das sehr hilfreich. Man kann es kostenfrei hier downloaden. Das Wort Rezeptregister ist grün markiert.

Ich habe über 20 Kochbücher der beiden, aber das mit dem Rezept leider nicht. Über LibTh (das ist eine ganz tolle Datenbank, in der man seine Bücher erfassen und verwalten kann), fand ich eine Besitzerin, die so lieb war mir ein Foto zu schicken. Und solche Geschichten machen mir Spaß und ich schätze Social-Media-Kontakte.

Ich habe die Zucchinogrette in einer gelben Variante gemacht, da gerade eine gelbe Zucchini zu groß geworden ist. Das ging sehr schnell und sie hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Sie hat die gegrillten Zucchinistreifen richtig aufgewertet und auch zum Huhn perfekt gepasst. Da noch etwas übrig war, habe ich auch noch eine zweite Variante mit Fisch und Kartoffeln gemacht. Auch das war sehr schön. Das gab es bei uns nicht zum letzten Mal. Auch als Aufstrich zum Baguette kann ich es mir sehr gut vorstellen.

Noch mehr Zucchinirezepte sind in dieser Rezeptsammlung zu finden.



für 2 Personen

Gelbe Zucchinogrette: (auch als grüne Variante möglich)
150 gr. Zucchini
2 Knoblauchzehen
1 kleine Schalotte
1 Lemonpepper Chili
Handvoll Basilikumblätter
1/2 Zitrone
1 EL Olivenöl
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer

Die Zucchini grob würfeln und in ein hohes Becherglas geben. Knoblauch und Schalotte schälen, fein würfeln und zu den Zucchini geben. 

Die Chili längs halbieren und entkernen. Dann in feine Streifen schneiden und in das Becherglas geben.

Die Basilikumblätter ebenfalls dazugeben und alles im Standmixer fein mixen.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und unter die Zucchinogrette rühren. Den Saft auspressen und alles mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.


Eine Inspiration aus:






























Donnerstag, 31. Oktober 2019

Georgisches Zwetschgen-Chutney mit Knoblauch

Letztes Jahr trugen die Zwetschgenbäume unglaublich viele Früchte. Wo man hinsah, war alles blau-violett. In meinem Umfeld gibt es einige Gärten mit Zwetschgenbäumen und ich bin reichlich beschenkt worden. Das habe ich zum Anlass genommen, zusätzlich zu meinen bewährten Rezepten, neue Einmach-Ideen für Zwetschgen auszuprobieren.




Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte mit Zwetschgen sind, die ich bisher veröffentlicht habe und werden es mit diesem und dem Zwetschgen-Ketchup zwei mehr:

Essig-Zwetschgen

Zwetschgen-Chutney mit Orangen

Ingwer-Zwetschgen

Franzis flotte Zwetschgenmarmelade




9 Gläser je 200 ml

2 kg Zwetschgen
100 gr. Zucker
3 TL Meersalz
6 Knoblauchzehen
2 TL geräuchertes Paprikapulver
10 Stängel Dill

Die Zwetschgen halbieren, entsteinen und grob würfeln. (Eine Zwetschgenhälfte sollte ungefähr 6 Würfel ergeben.) Die Zwetschgen in einen großen Topf geben und mit Zucker und einem TL Salz marinieren. Abgedeckt stehen lassen, bis sie Wasser gezogen haben.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen, mit der breiten Messerschneide zerdrücken und mit zwei TL Salz bestreuen. Nun die Knoblauchzehen mit Hilfe des Messers zu einem Brei zermahlen. Den Dill fein hacken.

Die Zwetschgen zugedeckt, bei schwacher Hitze, dünsten, bis die Früchte etwas weich geworden sind. Knoblauch und Paprikapulver zugeben und ohne Deckel für ca. 10 Minuten weiter dünsten. Die Konsistenz sollte sämig sein, evtl. die Früchte mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken.

Ganz zum Schluss den Dill unterrühren und das heiße Chutney in Gläser füllen. Die Deckel sofort schließen.

Es hält im Kühlschrank eine Woche und, wenn man es zusätzlich einkocht, ein Jahr im kühlen Keller. Es passt sehr gut zu gegrilltem Fleisch und schmeckt besonders gut zur Roten Bete.







Sonntag, 27. Oktober 2019

Zwetschgen-Ketchup

Letztes Jahr trugen die Zwetschgenbäume unglaublich viele Früchte. Wo man hinsah, war alles blau-violett. In meinem Umfeld gibt es einige Gärten mit Zwetschgenbäumen und ich bin reichlich beschenkt worden. Das habe ich zum Anlass genommen, zusätzlich zu meinen bewährten Rezepten, neue Einmach-Ideen für Zwetschgen auszuprobieren.




Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte mit Zwetschgen sind, die ich bisher veröffentlicht habe und werden es mit diesem und dem georgischen Zwetschgen-Chutney mit Knoblauch zwei mehr:

Essig-Zwetschgen

Zwetschgen-Chutney mit Orangen

Ingwer-Zwetschgen

Franzis flotte Zwetschgenmarmelade



8 Gläser 200 ml

1 kg Zwetschgen
500 gr. Tomaten
2 Zwiebeln
300 gr. Zucker
2 TL Salz
200 ml Weißweinessig
2 EL Berbere
1 Sternanis
1 TL Korianderkörner od. gemahlen
1 TL Kardamomkörner (ohne Schale) od. gemahlen

Die Zwetschgen halbieren und entsteinen. Die Tomaten vierteln, die grünen Stellen entfernen und grob würfeln. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Alles in einem großen Topf mit  Zucker und Salz mischen und abgedeckt stehen lassen, bis es Flüssigkeit gezogen hat.

Den Essig und die Gewürze dazugeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Gut durchrühren und erneut 30 Minuten köcheln lassen, damit sich die Flüssigkeit reduziert.

Die Masse portionsweise in einen Standmixer geben und sehr fein pürieren. Sollte es noch zu dünnflüssig sein, kann es auch weiter durch sanftes köcheln reduziert werden.

Den heißen Ketchup in Gläser füllen und diese sofort verschließen. An einem kühlen Ort hält er sich 6 Wochen. Wer ihn länger aufbewahren möchte, sollte ihn nochmals einkochen. Zwetschgen-Ketchup passt zu allem, wie auch der bekannte Ketchup.



Montag, 20. Mai 2019

Rhabarber-Ketchup-Mania

Letztes Jahr ist überall, wo ich im Internet hingesehen habe, der Rhabarber-Ketchup aufgetaucht (Feinschmeckerle sei Dank :-) ). Ich kenne das Rezept noch aus den Chefkoch-Zeiten und habe es leider nie ausprobiert. Die liebe Ina war so begeistert davon, dass sie mich angesteckt hat und ich es endlich auch ausprobiert habe. Fair, wie sie ist, verweist sie auf Christina von Feines Gemüse als Inspirationsquelle. Bei mir hat der Link leider versagt, weil ich sehr gerne gelesen hätte, wie sie den Ketchup gemacht hat.

Es bleibt ja bei jedem Rezept ein Interpretations-Spielraum und den habe ich genutzt, um den Ketchup so zu kochen, wie es meinen Erfahrungen und meinem Geschmack entspricht. Wir haben in unserem Garten auch einen richtigen Gemüserhabarber, der ganz dicke grüne Stengel hat und sehr säuerlich schmeckt. Das sieht man beim fertigen Ketchup an der Farbe und er braucht auch mehr Zucker, als seine roten Artverwandten. Dafür hat er eine ganz tolle Säure, die diesem Ketchup sehr gut steht.



für 4 Flaschen mit je 250 ml

1 kg Rhabarber
250 gr. rote Zwiebeln (das sind ca, drei mittelgroße)
250 gr. passierte Tomaten
200 ml Rotweinessig
250 - 300 gr. Zucker (mein Rhabarber braucht die Maximalmenge)
2 TL Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Lorbeerblätter
1 TL gelbe Senfkörner
3 Nelken
Chilipulver
1 Bio-Zitrone

Den Rhabarber schälen und dabei die Fäden ziehen. Dann in schmale Stücke schneiden und diese mit Zucker und Salz im Topf marinieren. In der Zwischenzeit die Zwiebeln in sehr feine Würfel schneiden und zugeben. Tomaten, Essig, Senfkörner und Lorbeerblätter dazugeben. Die Nelken in einen Papier-Teebeutel füllen und in den Topf hängen.  Alles einmal aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber vollständig zerfällt und die Masse andickt.

Den Teebeutel entfernen und die Lorbeerblätter herausnehmen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und zusammen mit dem Chilipulver zum Ketchup geben. Alles mit dem Pürierstab sehr fein pürieren und nach Geschmack mit Salz, Zucker und Chili abschmecken.

Die heiße Masse in kleine Flaschen füllen und sofort verschließen. Der Ketchup darf gerne eine Woche stehen bleiben, damit er durchzieht. Er hält an einem kühlen und dunklen Ort ein Jahr.




Dienstag, 26. Juli 2016

Vom Fallobst zur Saucenbasis:
Pikanter Apfelsirup aus "Natürlich einmachen"

Für dieses Rezept passt eine Erkenntnis, die ich gerne zitiere: "wenn in einem Kochbuch nur ein Rezept ist, das man in sein Repertoire übernimmt, dann hat sich der Kauf schon gelohnt". Entdeckt habe ich diesen Apfelsirup in dem Kochbuch "Natürlich einmachen" von Anna Spreng. Hier ist die Rezension nachzulesen.

Dieses Rezept ist in zweierlei Hinsicht wirklich großartig. Für die Zubereitung braucht man Obst, für das es sonst nur wenig Möglichkeiten der Verwertung gibt. Man kann es in großen Mengen und mit überschaubarem Arbeitseinsatz verarbeiten. Das Ergebnis ist lange haltbar und kann unkompliziert im Alltag verwendet werden.

Für den pikanten Apfelsirup werden Fallobst oder unreife Äpfel verwendet. Natürlich kann man auch die schönen Früchte dafür einkochen, aber dafür gibt es genug andere Verwendungsmöglichkeiten. Beim Fallobst muss darauf geachtet werden, alle dunklen Stellen auszuschneiden. Eine große Arbeitserleichterung ist es, dass die Äpfel nicht geschält werden.

Ich habe den Sirup in sehr kleine Gläser mit 30 ml gefüllt. Das ist genau die richtige Menge, für eine Sauce für zwei Personen. Mit dem Apfelsirup kann man den Pfannensatz nach dem Anbraten lösen und ihn etwas reduzieren lassen. Ein Stück Butter oder etwas Sahne zugeben und abschmecken, So einfach hat man eine feine Sauce zum Fleisch.





2 kg Kochäpfel oder Fallobst oder unreife Äpfel
2,5 Liter Wasser
10 zerdrückte Korianderkörner
1 Gewürznelken
1 Lorbeerblatt
1 roter Peperoncino
1 kleines Stück Ingwer
1 Zweig Rosmarin
1 EL Zucker
1 TL Meersalz

Die Äpfel vierteln, entkernen und mit der Schale würfeln. Den Peperoncino in breite Ringe schneiden, den Ingwer schälen und klein würfeln. Die Äpfel mit allen Zutaten in einem großen Kochtopf zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis die Äpfel sehr weich sind.

Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und über eine große Schüssel hängen. Den Topfinhalt in das Sieb gießen, das Tuch über den Äpfeln zusammenschlagen und diese beschwerden, damit die Flüssigkeit mit leichtem Druck ausgepresst wird.

Den aufgefangenen Apfelsaft in den Kochtopf zurückgeben und bei starker Hitze auf ein Viertel einkochen lassen. Den pikanten Apfelsirup sofort in kleine Gläser füllen und den Deckel zudrehen.

Den Sirup kühl und dunkel aufbewahren.


Freitag, 10. Juni 2016

Avocadosauce

Gute Avocado zu bekommen, ist in unseren Breitengraden schwierig. Sie sind druckempfindlich und müssen deshalb unreif geerntet werden. Dann liegen sie in den Gemüseabteilungen der Supermärkte und werden rundum gedrückt. Das schmälert den Genuss enorm, denn Avocados reifen sehr schön nach. Man muss nur ein Gefühl entwickeln, wie lange im voraus man sie kauft und dann nur liegen lassen. Leider bleiben die Druckstellen als hässliche dunkle Flecken im Fruchtfleisch. Wenn man die Reife einer Avocado prüfen will, dann bitte nur ganz oben, neben dem Stiel, leicht drücken.

Deshalb war ich so glücklich, über die Avocado im großen Mixpaket von Delicado48. Sie waren noch schön hart und haben den Transport perfekt überstanden. Da sie nie in einem Supermarkt-Regal lagen, hatten sie auch keine Druckstellen.

Bei Avocado denkt man immer gleich an Guacamole. Die essen wir sehr gerne. Es gibt aber noch ein zweites Rezept für eine Avocadosauce, die zu meinen "Klassikern" gehört. Und die habe ich gleich mit großer Freude zubereitet. Eine reife Avocado ist für sich selbst schon ein ganz einfaches und wunderbares Gericht. Sie braucht nur gutes Meersalz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle und ein natives Olivenöl.


Das Rezept für die Avocadosauce stammt aus Spanien. Es wurde mir vor rund 30 Jahren von einem Arbeitskollegen verraten, der alle Urlaube auf Mallorca verbrachte. Die Sauce ist so schnell gemacht, dass man sie wirklich unmittelbar vor dem Servieren zubereiten sollte. Dann gibt es auch keine Gefahr, dass sie sich braun verfärbt. Wer ein paar Vorbereitungsarbeiten machen will, der kann die Schalotte und die Knoblauchzehe bereits würfen und von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen. Der Rest sollte wirklich ganz frisch gemacht werden.



2 reife Avocado
1 große Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Becher Joghurt
ein Schuss Olivenöl
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ein Stiel Koriander

Die Schalotte und die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen (das geht am einfachsten, wenn man ein Messer in den Kern schlägt und ihn dann heraus dreht) und mit einem Löffel das Fruchtfleisch heraus schabt. Die Avocado mit dem Zitronensaft in ein hohes Becherglas geben und mit dem Zauberstab pürieren.

Dann Schalotten- und Knoblauchwürfel, Zitronenschale, Olivenöl und Joghurt dazu geben und nochmals gut pürieren. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. Ein paar Korianderblätter abzupfen und die Sauce damit dekorieren.

Die Avocadosauce schmeckt sehr gut zu gegrilltem oder gebratenem Fleisch. Bei uns gab es Entrecote, mit Salz in Butterschmalz angebraten und bei 60 Grad eine Stunde im Ofen ziehen gelassen. Danach erneut in Butterschmalz nachgebraten und mit schwarzem Pfeffer und Salz gewürzt.


Sonntag, 9. August 2015

Tamarinden-Bananen-Barbecuesauce
Steven Raichlen: Saucen & Rubs, Marinaden & Grillbutter

Für unser Sommerfest im neuen Bürogarten wollte ich gerne eine ungewöhnliche Barbecuesauce machen. Bei der großen Auswahl konnte ich mich gar nicht entscheiden, bis ich diese aus Tamarinde und reifen Bananen entdeckte. Die hat mich sofort angesprochen, da ich die Säure der Tamarinde sehr gerne mag. Ein weiterer Vorteil dieser Sauce ist, dass sie einige Tage im Kühlschrank hält und ich sie schon ein paar Tage vorher machen konnte.

Sie lässt sich ziemlich einfach zubereiten. Nach der Schneidearbeit kocht sie sich fast von alleine. Eine kleine Herausforderung war es, an das Fruchtfleisch der Tamarinde zu kommen. Aber letztendlich hat es sehr gut funktioniert. Der Geschmack der Sauce ist schön ausgewogen süß, säuerlich und leicht scharf. Die Gäste waren sehr begeistert davon.

Die Rezension zu Steven Raichlens Barbecue Bible: Saucen & Rubs, Marinaden & Grillbutter könnt Ihr hier nachlesen.


Tamarinde gibt es in zwei Sorten: sauer und süß-sauer. Für dieses Rezept sind beide möglich, das kann man ganz nach persönlichem Geschmack entscheiden. Zuerst muss die Schale geknackt werden. Das geht ganz einfach mit den Fingern. Die gesamte Schale sorgfältig entfernen und man sieht das Fruchtfleisch, umschlossen von langen Fasern. Die Fasern laufen an einer Stelle zusammen. Diese Stelle kann man aufbrechen und die Fasern ganz einfach abziehen. Jetzt hat man das Fruchtmark mit den Kernen. Es ist fast unmöglich, das Fruchtfleisch von den Kernen zu schaben. Man gibt die Tamarinden in einen kleinen Topf und etwas Wasser dazu. Das erhitzt man und unter ständigem Rühren löst sich das Fruchtfleisch auf. Dann alles durch ein grobmaschiges Sieb passieren und zurück bleibt das Tamarindenmark.



ergibt ca. 500 ml

800 gr. Tamarinde
1 kleine Zwiebel
1 rote Thai-Chili
1/2 grüne Paprika
2 sehr reife Bananen
60 ml dunkler Rum
45 gr. dunkler Rohrzucker
60 ml Ahornsirup
30 gr. Rosinen
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1/4 TL Piment gemahlen
1/4 TL Cayennepfeffer
Meersalz
schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

Die Tamrindenschale aufbrechen, die lange Faser abziehen und das Fruchtmark mit etwas Wasser erhitzen, bis es sich vom Kern löst. Die Masse durch ein grobmaschiges Sieb passieren.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Paprika und die Chili, entkernen und dann in feine Würfel schneiden. Die Bananen schälen, in Stücke brechen und mit einer Gabel fein zerdrücken.

Alle Zutaten zur Tamarindenpaste geben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Weitere 20 bis 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, bis alle Zutaten weich sind. Die Sauce im Standmixer sehr fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Gut gekühlt hält sie ein paar Wochen.



Montag, 27. Juni 2011

Whiskey-BBQ-Sauce

Perfekt! Johannes hatte diese Sauce gepostet und ich wußte sofort, für wen ich sie mache. Für unseren Freund und Nachbarn, einen Whiskey-Liebhaber, der seinen Geburtstag mit einem BBQ feiern wollte. Die Vorbereitungen fielen mitten in Tomaten-EHEC-Bann. Als Basis stand mir ein selbstgemachtes Tomatenpüree von letztjährigen Bürogarten-Tomaten zur Verfügung. Ich wollte dies unbedingt mit frischen Tomaten ergänzen und habe deshalb wieder Ofentomaten hergestellt.



In einer Verkettung chaotischer Umstände, gelang es mir erst eine Stunde vor Partybeginn die Sauce ins Glas zu bekommen. Und deshalb kann ich genau beurteilen, daß sie immer besser schmeckt, je kälter sie wird. Der Zufall wollte es, daß die Tomate an diesem Tag rehabilitiert wurde.



Rapsöl
3 Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
100 ml trockener Weißwein
500 ml Coca Cola
300 gr. Tomatenpüree
200 gr. Cocktailtomaten
Salz
Zucker
Olivenöl
350 gr. Apfelmus
150 gr. Preiselbeer-Marmelade
2 EL eingelegte grüne Pfefferkörner
einige Spritzer Tabasco
2 TL Meersalz
1 EL Chiliflocken
3 EL Honigessig
1 EL Honig
150 ml Whiskey

Die Ofentomaten müssen vorbereitet werden, dies kann man auch schon ein paar Tage vorher machen.
Den Ofen auf 80 Grad vorheizen. Die Cocktailtomaten halbieren, mit einem Teelöffel die Kerne herausschaben und sie in eine ofenfeste Form setzen. Mit Salz und Zucker bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Für 6 Stunden bei 80 Grad in den Ofen geben. Auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und Zwiebelwürfel, Knoblauchwürfen und die abgetropften Pfefferkörner anschwitzen. Sofort etwas salzen und zuckern. Mit dem Weißwein ablöschen und mit dem Cola aufgießen. Die Flüssigkeit um die Hälfte reduzieren lassen.

In der Zwischenzeit die Ofentomaten würfeln und mit dem Apfelmus, der Preiselbeermarmelade und dem Tomatenpüree in die Sauce geben. Mit Salz, Chiliflocken und Tabasco würzen. Die Sauce weiterhin köcheln und etwas reduzieren lassen.

Dann den Essig, den Honig und den Whiskey zugeben und nach Geschmack abschmecken.


Die Sauce noch heiß in Gläser füllen und diese sofort verschließen. Sehr hübsch sehen auch die kleinen Weck-Gläser aus. Dafür genügt es, den Gummiring in heißem Wasser einzulegen und den Deckel mit den Klemmen zu verschließen. Sobald die Sauce abgekühlt ist, können die Klammern entfernt werden und das Glas ist fest verschlossen.