Posts mit dem Label Eier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eier werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. Januar 2025

#lunchtapas: Basmatireis-Frittata mit Räucherlachs

Bei uns gibt es immer wieder einmal ein Gericht mit Eiern. Hauptsächlich dann, wenn es schnell gehen muss. In dem Kochbuch "Johanns Küche" von Johann Lafer habe ich diese interessante Frittata entdeckt. Sie besteht aus Reis, Sahne, Eiern und Gewürzen. Dazu werden Lachs und Spinat kombiniert. Ich kann mir gut vorstellen, die Frittata auch anders zu würzen und andere Beilagen dazu zu servieren. Damit ist dieses Gericht eine wunderbare Resteverwertung und kann vielfältig kombiniert werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie in der Zubereitung unkompliziert ist und es schnell geht. Die Frittata habe ich in einer Portion für 4 Personen zubereitet und nur den Lachs und den Spinat für zwei bemessen. Am nächsten Tag hatten wir dann noch eine zweite Hälfte, die ich unkompliziert in einer beschichteten Pfanne auf beiden Seiten kurz gebraten habe. Dazu gab es einen gemischen Salat und einen Hühnerspieß. Das hat auch sehr gut gepasst.


für 2 Personen

75 gr. Basmatireis
Salz
Zucker
35 ml Sahne
3 Eier
Muskatnuss
100 gr. Räucherlachs
50 gr. jungen Spinat
1 EL Olivenöl
1 EL geröstetes Sesamöl

Den Reis in ein Sieb geben und unter laufendem, kalten Wasser waschen. Etwas abtropfen lassen und dann in eine beschichtete Pfanne geben. Die Pfanne sollte idealerweise einen Deckel haben. Den Reis mit 225 ml Wasser und Salz vermengen. Den Deckel auflegen und alles zum Kochen bringen. Auf kleinster Stufe den Reis für 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit einer Prise Zucker halbsteif schlagen. Die Eier dazugeben und unterschlagen. Es sollte eine cremige Masse entstehen. Die Masse kräftig mit geriebenem Muskat und Salz würzen.

Den Spinat waschen und trockenschleudern. Den Lachs in kleine Stücke zupfen.

Den fertig gegarten Reis mit einer Gabel etwas auflockern. Sollte noch Wasser in der Pfanne sein, dieses verdampfen lassen. Den Reis mit dem Olivenöl beträufeln und die Eimischung gleichmäßig über den Reis gießen. Die Pfanne erneut abdecken und bei mittlerer Hitze für ca. 8 Minuten stocken lassen.

Währenddessen das Sesamöl mit Salz verrühren und den Spinat damit marinieren.

Die Frittata mit einem Pfannenwender in Stücke trennen und auf Teller geben. Mit dem Lachs und dem Spinat bedecken und sofort servieren.

Eine Inspiration aus:



























Montag, 3. April 2017

Feiner Osterbrunch mit glutenfreiem Bärlauch-Brot
und wenig Aufwand

Bei meinen Eltern war es am Ostersonntag immer Tradition, dass ein ausgiebiges und besonderes Frühstück auf den Tisch kam. Das Wort "Brunch" kannte man nicht. Inzwischen hat sich der Osterbrunch etabliert und ich wollte letztes Jahr diese Tradition wieder aufleben lassen. Nicht bedacht hatte ich, dass Herr bushcook in Texas war und beim Rückflug ein Tag addiert werden musste. So gab es den Osterbrunch eben erst am Ostermontag und da hat er auch gut geschmeckt. Mir hat es gezeigt, dass die kleinen Gerichte und das Brot sich sehr gut vorbereiten lassen. Mit ein paar Handgriffen steht das Frühstück auf dem Tisch und lässt sich schön in die Länge ziehen, bis das warme Gericht auch fertig ist. Dazu darf es auch etwas Prickelndes im Glas sein. Am Vormittag bevorzuge ich eine leichte Variante mit wenig Alkohol, wie den Rosé Secco vom Moselwinzer Uli Stein.


Ich bin keine gute Bäckerin und schnell genervt von Rezept und Teig. Da ich glutenfrei backen muss, reduziert sich meine Experimentierlaune auf Null. Seit gut einem Jahr habe ich eine Backform von Petromax. Beim ersten Versuch eines glutenhaltigen Brots war ich so begeistert, dass ich mir zugetraut habe, auch eine glutenfreie Variante zu versuchen. Und das hat super geklappt. Ich habe schon einige solcher Brote in unterschiedlichsten Formen gebacken und habe den Eindruck, dass die Form einen positiven Effekt hat.



Glutenfreies Bärlauch-Brot

500 gr. glutenfreies Mehl
350 gr. Wasser
10 gr. Meersalz
10 gr. frische Hefe
20 gr. Bärlauchblätter
50 ml Olivenöl

Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, dann das Salz zugeben und verrühren. Anschließend das Mehl darauf sieben und zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig soll sich vom Rand der Schüssel lösen. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und eine Stunde an einem warmen Platz gehen lassen.

Die Bärlauchblätter in grobe Stücke schneiden und mit dem Olivenöl in ein hohes Becherglas oder einen Standmixer geben. Zusammen gründlich mixen. Die Bärlauchpaste nach dem Gehen unter den Teig ziehen.

Aus dem Teig einen Laib formen und in die Form geben. Diese mit dem Deckel verschließen und erneut eine Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Form in den Ofen geben und bei 220 Grad für 60 Minuten anbacken. Es empfiehlt sich, die Form nach 30 Minuten zu drehen, falls der Backofen unterschiedlich heizt. Nach dem Backen, das Brot aus der Form stürzen und den Ofen auf 250 Grad erhitzen. Das Brot ohne Form für weitere 15 Minuten in den Ofen geben und knusprig backen.


Vorbereitung:
Das Brot kann drei Tage vorher gebacken werden. Aus der Form stürzen und auskühlen lassen. Bis zum Anschnitt in der Form lagern. Vor dem Servieren das Brot wieder herausnehmen, mit Wasser rundum einsprühen und jetzt erst bei 250 Grad ohne Form backen.


Ostern ist für mich immer der Auftakt in den Frühling und deshalb fand ich dieses Frühlingspesto so passend. Da ich immer gerne so viel wie möglich von einem Lebensmittel verwerte, gefällt es mir, dass die Blätter der Radieserl in das Pesto wandern. Dieses Gericht lässt sich toll vorbereiten. Kurz vor dem Servieren müssen dann nur die Ricottanocken abgestochen, die Radieserl geschnitten und alles angerichtet werden.



Ricottanocken mit Frühlingspesto

4 Personen

125 gr. Ricotta
125 gr. Sahnequark
1 Bio-Zitrone
Olivenöl
Meersalz
weißer Pfeffer aus der Mühle

30 gr. Pinienkerne
1 Bund Bärlauch
1 Bund Dill
10 EL Olivenöl
4 EL geriebenen Parmesan
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Bund Radieschen

Ricotta und Sahnequark auf einem Sieb für 2 - 3 Stunden abtropfen lassen. Die Schale der Zitrone abreiben und unter die Masse rühren. Alles mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken und abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen. Die Masse kann bereits einen Tag vorher zubereitet werden.

Die Dillblättchen abzupfen. Die Radieschenblätter abtrennen, gut waschen, trocken schleudern und in grobe Stücke schneiden. Den Bärlauch ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten und etwas abkühlen lassen. Den Parmesan fein reiben. Alles zusammen mit dem Olivenöl in einen Standmixer geben und fein pürieren. Das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Radieschen waschen und in sehr feine Scheiben schneiden. Die Scheiben dachziegelartig auf einem Teller anrichten. Von der Ricottamasse mit zwei Teelöffeln Nocken abstechen und auf die Radieschen setzen. Das Pesto darüber verteilen.


Vorbereitung:
Das Pesto und die Ricottacreme können zwei Tage vorher vorbereitet werden. Kurz vor dem Servieren nur die Radieschen in Scheiben schneiden, die Nocken formen und alles anrichten.



Letztes Jahr habe ich den Cobia, einen hochwertigen Zuchtbarsch für mich entdeckt. Ich habe viel experimentiert und war von seinem Geschmack und seiner Vielfältigkeit begeistert. Auf meiner to-do-Liste stand immer noch das Beizen. Das habe ich zum Osterbrunch endlich in die Tat umgesetzt.




Gebeizter Cobia mit Kraut-Mango-Salat

350 gr. Cobia
2 Bund Dill
1 TL Pfefferkörner
1 TL Koriander
1 Bio-Limette
10 gr. Salz
15 gr. Zucker

300 gr. Weißkraut
100 gr. Mango-Fruchtfleisch (1/4 bis 1/2 Mango, je nach Größe)
3 Stiele Koriander
1 Bio-Limette
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zucker


Vom Dill die Spitzen abzupfen und fein hacken. Den Pfeffer und Koriander in einer trockenen Pfanne rösten und dann im Mörser fein zermahlen. Die Schale der Limette fein abreiben.
Die vorbereiteten Zutaten mit Zucker und Salz mischen.

Den Cobia auf Gräten prüfen und diese evtl. entfernen, dann die Haut entfernen. Das Fischfilet rundum mit der Gewürzmischung bedecken. Anschließend in einen Gefrierbeutel geben und diesen luftdicht verschließen. Den Cobia 3 - 4 Tage im Kühlschrank ruhen lassen.

Vor dem Servieren die Beize mit Küchenkrepp abwischen und den Fisch in feine Scheiben schneiden.

Das Weißkraut in sehr feine Streifen schneiden, salzen und zuckern und eine Stunden ziehen lassen. Die Mango in ähnlich große feine Streifen schneiden. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden.

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer Marinade verrühren und das Weißkraut damit anmachen. Kurz vor dem Servieren die Mangostreifen und den Koriander zugeben und alles gut vermengen.


Vorbereitung:
Der Cobia muss sowieso 3 - 4 Tage vorher gebeizt werden. Den Krautsalat kann man einen Tag vorher vorbereiten. Nur der Koriander sollte erst kurz vor dem Servieren dazu gegeben werden.



Zum Osterbrunch darf es natürlich auch etwas Warmes sein und da bietet sich Lamm besonders an. Wenn ich Fleischgerichte vorbereite, dann gare ich sie gerne sous-vide und verwende dafür bevorzugt die "nicht edlen Teile". Diesmal war es eine Lammschulter. Bei der Bestimmung von Temperatur und Zeit orientiere ich mich am liebsten an der Sous-Vide-App °Celsius von Jonas Frei. Dort gibt es auch eine kurze Beschreibung, wie man das Fleisch vorher und nachher zubereiten sollte. Auch ein Timer ist dabei, der einen erinnert, dass das Gargut jetzt aus dem Wasserbad heraus muss.





Lammschulter sous-vide mit Kartoffeln, buntem Gemüse und Kräuteröl

Lammschulter:
1 Lammschulter ohne Knochen
Meersalz
Rapsöl
2 Zweige Rosmarin
1 Knoblauchzehe
5 Zweige Zitronenthymian
Olivenöl
Butter
Pfeffer aus der Mühle

Die Lammschulter etwas parieren, dabei die dicke Fettschicht und die gröbsten Sehnen entfernen. Leicht gesalzen in Rapsöl in einer Pfanne rundum anbraten. Herausheben und abkühlen lassen.

In einen Beutel Rosmarin, Thymian, die angeschlagene Knoblauchzehe und die Lammschulter geben. Einen großzügigen Schuss Olivenöl zugeben und vakuumieren. Die Lammschulter für 5 Stunden bei 58 Grad im Wasserbad garen.

Nach dem Sous-Vide-Garen Butter in einer Pfanne erhitzen und die abgetupfte Lammschulter darin braten. Herausheben und mit Pfeffer würzen, in Scheiben schneiden.


Kräuteröl:
2 Knoblauchzehen
10 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
1 Zweig Oregano
2 Stiele Basilikum
1 Stiel Minze
250 ml Olivenöl
1/2 TL Fenchelsamen
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Fenchel in der trockenen Pfanne rösten, bis er duftet. Dann grob mörsern. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und diese in dem Olivenöl bei sanfter Hitze ziehen lassen.

Die Rosmarinnadeln und Thymianblätter abzupfen. Bei allen anderen Kräutern die Blätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Alle Kräuter in das Öl geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Öl etwas ziehen lassen.

Die Kräuterblättchen abzupfen und ins lauwarme Öl geben, Fenchel rösten und anmörsern, Gewürze dazu.


Kartoffeln:
400 gr. sehr kleine Kartoffeln
Meersalz
Butter
Rosmarin
Knoblauch
Thymian
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Kartoffeln waschen und ca. 20 Minuten in Salzwasser dämpfen. Kurz abdampfen lassen und längs halbieren. Butter mit Rosmarin, Thymian und einer angeschlagenen Knoblauchzehe in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffelhälften darin braten.


Buntes Gemüse:
1 rote Paprikaschoten
1 kleine Zucchini
1 rote Zwiebel
Meersalz
Zucker
Kräuteröl
1 Zitrone

Die Paprika in Segmente teilen, entkernen und schräg in Streifen schneiden. Die Zucchini längs halbieren und schräg in Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen, vierteln und die Zwiebelviertel nochmals halbieren oder vierteln - je nach Größe der Zwiebel.

Das Gemüse in einem Topf mit Salz und Zucker marinieren und mindestens eine Stunde stehen lassen. Etwas von dem Kräuteröl zugeben und das Gemüse bei geschlossenem Deckel und mit milder Hitzer gar dünsten. Mit etwas Zitronensaft abschmecken.


Vorbereitung:
Das Kräuteröl kann 1 - 2 Tage vorher zubereitet werden. Die Kartoffeln können einen Tag vorher gedämpft werden, sie sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Gemüse kann einen Tag vorher gedünstet werden. Das Fleisch kann 3 - 4 Tage vorher gegart werden. Vor dem Servieren sollte es nochmal für 20 Minuten in das Wasserbad zum Aufwärmen und kann dann gebraten werden.




An Ostern sollte unbedingt eine Eierspeise auf den Tisch. Vor einigen Jahren waren wir in einem Hotel, ich erinnere mich nicht einmal mehr an den Namen. Aber, ich erinnere mich sehr gut an diese kleine Eierspeise zum Frühstück. Glücklicherweise stand die Köchin daneben und ich konnte sie nach dem Rezept fragen. Das hat jetzt lange geschlummert und diesmal habe ich es endlich ausprobiert und fand ich es sehr gelungen.



Frühstücksei mit Scampi

für 2 Personen

2 Eier
1 Scampi oder 2 kleinere Garnelen
einige Halme Schnittlauch
Rapsöl
Meersalz
Pfeffer

Den Backofen auf 190 Grad Umluft vorheizen.

Zwei kleine Auflaufformen mit dem Rapsöl auspinseln und die beiden Eier hineingeben. Das Ei mit Salz und Pfeffer bestreuen. Den Schnittlauch in sehr feine Ringe schneiden und über das Ei geben.

Den Scampi quer halbieren und je eine Hälfte auf das Ei legen (oder je eine Garnele).

Die Form für ca. 10 Minuten in den Ofen geben und für 10 bis 12 Minuten backen. Das Eiweiß sollte gestockt und das Eigelb noch flüssig sein. Das Ei vorsichtig aus der Form lösen oder darin servieren.


Vorbereitung:
Diese Eier machen so wenig Arbeit, dass man sie frisch machen kann. Wer will, kann den Schnittlauch schon einen Tag vorher in Röllchen schneiden und die Garnele schälen, entdarmen und halbieren.




Je nach Vorlieben, kann der Osterbrunch natürlich noch mit Marmelade, Käse, Wurst, etc. ergänzt werden. Bei uns kam nur noch ein sehr guter Schinken, der Culatello von Joachim Kaiser dazu. Mehr braucht es nicht.



Donnerstag, 14. Juli 2016

Russische Eier mit Forellentatar aus Streetfood
von Hans Jörg Bachmeier

Russische Eier, so ein herrlich altmodisches Gericht. Ich bin alt genug, dass ich sie noch als Highlight auf dem Silvester-Buffet kenne und wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich eine heimliche Schwäche dafür. Ich mag einfach die Kombination der Aromen von Eiweiß, Eigelb, Sardellen und Kaviar. Bei Hans Jörg Bachmeier kommt noch eine weitere Komponente, das Forellentatar, dazu. Das passt, das mag ich auch. Dieses Rezept stammt aus seinem neuen Kochbuch "Streetfood - Imbiss für Feinschmecker" und bei der Auswahl der Rezepte für meine Rezension konnte ich natürlich nicht widerstehen.

Ich war schon immer der Meinung, dass Streetfood nicht Fastfood, im Sinne von schnell gekocht, ist. Das bestätigt sich bei diesem Rezept. Aber, ich investiere gerne Zeit und Mühe in ein Gericht, wenn das Ergebnis auf dem Teller so ist, wie hier. Für die russischen Eier muss man einfach Gäste einladen, wenn man nicht vier Eier am Stück essen will. Bei geschickter Planung kann man einiges vorbereiten und es dann kurzfristig anrichten. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man es vorbereitet zu einer Party mitbringt und beim Gastgeber dann schnell "zusammenbaut". Das ist auch die grundsätzliche Idee von Hans Jörg Bachmeier, dass man sich mit Freunden trifft und gemeinsam kocht und isst.

Besonders positiv ist bei diesem Rezept, dass die vielen unterschiedlichen Komponenten des Rezepts bei den Mengenangaben sehr gut passen. So etwas ist nicht selbstverständlich. Köche in den Restaurants kochen in ganz anderen Dimensionen und können Reste viel besser verwerten. Wenn Rezepte auf Haushaltsmengen angepasst werden, dann bleiben da gerne mal große Mengen einer Zutat übrig. Nur die Mayonnaise habe ich ersetzt, da ein EL davon für mich einen großen Rest bedeutet, sogar wenn ich sie nur von einem Ei mache.



für 4 - 8 Personen

8 Eier
200 gr. Lachsforellenfilet ohne Haut
Meersalz
1 Bio-Limette
4 Estragonblätter
1 Frühlingszwiebel
1/2 TL gemahlener Koriander
1 EL Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle
3 EL saure Sahne
1 TL scharfer Senf
Schuss Weißweinessig
2 Sardellenfilets in Öl
4 TL Forellenkaviar
1/ 2 Bund Schnittlauch

Die Eier sollten Zimmertemperatur haben. Wer Angst vor dem Kochen hat, kann sie mit einem Eierpicker anpicksen. Ansonsten reicht es, sie in kaltes Wasser zu geben, dieses zum Kochen zu bringen und die Eier dann etwa 8 Minuten hart kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken, herausheben, die Schale abpellen und halbieren. Die Eigelbe mit einem Teelöffel auslösen und in eine kleine Schüssel geben. Die Eiweißhälften auf einen Teller geben.


Das Forellenfilets ggf. enthäuten und auf Gräten kontrollieren. Dann in feine Würfel schneiden und mit etwas Salz würzen. Die Limette heiß abwaschen, trocken reiben, die Schale fein abreiben und zum Fischfilet geben. Die Estragonblätter abzupfen und in sehr feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebel sehr fein würfeln. Koriander, Estragon, Frühlingszwiebel und Olivenöl zum Fischtatar geben und vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Limttensaft abschmecken. Wer das Tatar vorbereiten möchte, schneidet den Fisch in Würfel und vermischt ihn mit dem Olivenöl. Gewürze, Limettenschale und Estragon können separat gemischt und aufbewahrt werden. Kurz vor dem Servieren mischt man alles zusammen und gibt den Limettensaft dazu.

Zwei EL der sauren Sahne mit dem Senf verrühren. Das abgeschmeckte Forellentatar in 4 halbe Eier füllen und einen TL der Senfsauce als Topping darauf setzen.



Die Eigelbe durch ein Sieb streichen und mit einem EL saure Sahne, etwas Essig und Salz verrühren. Die Sardellenfilets abtropfen lassen, mit einer Gabel sehr fein zerdrücken und unter die Eigelbmasse mischen. Alles in einen Spritzbeutel füllen und in die restlichen halben Eier spritzen. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und die Eier mit je 1 TL Forellenkaviar und Schnittlauch garnieren.


Dienstag, 11. August 2015

Caprese-Frittata

Letztes Jahr hatte ich das unglaubliche Glück, drei Töpfe und eine Pfanne von All Clad zu gewinnen. Das ist ein hochwertiges Kochgeschirr aus USA und wird oft im Profi-Bereich verwendet. Ich habe mich deshalb so sehr darüber gefreut, weil ich durch den Umstieg auf Indie (meinen AEG-Induktionsherd) alle Töpfe und fast alle Pfannen weg geben musste. Sie waren leider dafür nicht geeignet. Obwohl sie über 20 Jahre alt und viel gebraucht waren, waren sie in Top-Zustand. Ich konnte sie auch nicht wegwerfen und habe sie erstmal 2 Jahre auf den Speicher gestellt. Glücklicherweise fanden sich dann neue Besitzer. Die Pfannen gingen an eine Blogger-Freundin und die Töpfe an die Arbeiterwohlfahrt, die sie für die vielen Flüchtlinge gut brauchen können.

Ich habe mir neue Töpfe angeschafft. Wieder Edelstahltöpfe mit Sandwich-Boden und wieder eine gute deutsche Marke. Leider sind sie nicht so gut, wie meine alten Töpfe. Aber die neuen Töpfe von All Clad, die entsprechen der Qualität meiner alten Töpfe und sie hatten genau die Größen, die mir noch gefehlt haben. Es war ein richtiger Glückstreffer.

Aktuell führt All Clad einen Rezeptwettbewerb durch, für den man sich bewerben musste. Zur Wahl standen eine kleine Pfanne und ein kleiner Topf. Genau diese Pfannengröße ist das letzte Teil, dass mir noch fehlt, um wieder so ausgestattet zu sein, wie früher. Selbstverständlich habe ich mich sofort um einen der 15 Plätze beworben. Kaum zu glauben, ich hatte schon wieder Glück und bin dabei. Die Aufgabe ist es, ein Gericht zu kochen und in der Pfanne zu servieren. Schon länger dachte ich über eine Frittata nach, mit den typischen Zutaten für Caprese: Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Mir ist es auch wichtig, auf den Fotos nichts zu präsentieren, das nicht real ist und ich richte kein Essen in der Pfanne an. Aber, ich koche Essen in der Pfanne und stelle es so auf den Tisch. Deshalb gibt es bei mir eine Caprese-Frittata aus der All Clad-Pfanne und in der All Clad-Pfanne.

Bei so einfachen Gerichten gibt es eine wichtige Regel, die Zutaten müssen erstklassig sein. Die Tomaten und das Basilikum hatte ich im eigenen Garten. Heuer wächst unser Basilikum so gut, wie noch nie. Wir haben mehrere Sorten, ein kleinblättriges, ein Zitronenbasilikum, ein "Normales" und ein African Blue. Der Salat schmeckt aber auch mit nur einer Sorte.

Der Büffel-Mozzarella war bio und die Eier vom Bicklhof. Ich kaufe nur Eier vom Bicklhof, einem Demeterbetrieb. Die Legehühner dürfen dort frei herumlaufen und, was mir wichtig ist, die männlichen Küken werden nicht aussortiert und weggeworfen. Gerade bei Eiern reicht bio nicht. Es gibt inzwischen Hühnerrassen, bei denen man die "Jungs" als Bratgockel aufziehen kann. Deshalb bitte immer auf das "Zwei-Nutzungs-Huhn" achten.



Für eine All Clad-Pfanne mit 20 cm Durchmesser
das reicht als kleinen Snack für Zwei oder als vollständige Mahlzeit für Einen

5 Cocktailtomaten
1 EL Olivenöl
2 Eier
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
30 gr. Büffel-Mozzarella

1 Bund Basilikum
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Balsamiko
Olivenöl

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Die Cocktailtomaten halbieren und die Schnittflächen leicht mit Salz und Zucker würzen. Das Olivenöl in die Pfanne geben und erhitzen. Die Tomaten auf der Schnittfläche, bei mittlerer Hitze, anbraten, dann wenden.

Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden. Die Eier verquirlen, salzen, pfeffern und die Mozzarellawürfelchen unterrühren. Die Eimasse in die Pfanne geben und schwenken, damit sie sich gut verteilt. Einige Basilikumblätter zerkleinern und auf die Eimasse streuen.

Die Pfanne bei 160 Grad in den Ofen stellen und diesen ausschalten. Warten, bis sich die Masse gestockt hat. Das kann bis zu 15 Minuten dauern.

In der Zwischenzeit die Basilikumblätter von den Stielen zupfen und aus Salz, Pfeffer, Balsamiko und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Den Basilikumsalat erst damit anmachen, wenn die Pfanne aus dem Ofen kann.



Weshalb ich die All Clad-Pfanne so gerne mag? Weil es eine Edelstahlpfanne ist, in der, bei sachgemäßer Anwendung, nichts anklebt. Auch die Frittata löst sich ganz von alleine vom Pfannenboden.


Samstag, 14. März 2015

Pastirma-Ei-Körbchen

Eier kaufe ich nur in kleinen Päckchen mit 4 Stück, wenn ich ein Rezept mit Ei auf dem Plan habe. Deshalb bleiben bei uns öfters ein paar Eier übrig, die dann als Rühr- oder Spiegelei in die Pfanne wandern. Das ist auf Dauer auch langweilig. So habe ich gezielt nach "Ei-Rezepten" Ausschau gehalten und verschiedene Varianten ausprobiert.

Auch in dem neuen Buch von Orhan Tancgil "MEZEler" gibt es eine interessante Eierspeise. Die habe ich gleich als Vorarbeit für meine Rezension ausgesucht.

Von allen Varianten, die ich in der letzten Zeit ausprobiert hatte, hat uns diese mit Abstand am besten geschmeckt. Gut gefällt mir auch, dass dieses Gericht leicht vorbereitet werden kann. Ich habe es einmal für Herrn bushcook als Abendessen geplant, für einen Abend an dem ich nicht daheim war.

Da kamen einfach schon die Fleischscheiben über Kreuz in die Muffinsform und der Mangold darauf. So musste er nur noch das Ei einfüllen, würzen und in den Ofen schieben.

Das mit der Muffinsform war eine etwas schwierige Angelegenheit. Ich dachte ja ich hätte eine, aber trotz intensiver Untersuchung der relevanten Schubläden tauchte sie nicht auf. Nur die Form für die Mini-Muffins war an ihrem Platz, aber die war deutlich zu klein. Da fiel mir ein, dass ich noch so einzelne Silikonformen für Muffins habe. Die haben genauso gut funktioniert und wahrscheinlich lässt sich das Körbchen hinterher sogar leichter auslösen.


Für 6 Personen

ca. 75 gr. Mangold
1 kleine Zwiebel
1 EL Olivenöl
12 Streifen Pastirma - Rinder-Dörrfleisch
6 Eier
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Pul Biber oder Chiliflocken
Öl zum Einfetten der Form

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Mangold in die einzelnen Blätter teilen und in feine Streifen schneiden.

Die Zwiebel in etwas Olivenöl in einer Pfanne kurz glasig dünsten. Den Mangold hinzufügen und ca. 10 Minuten langsam garen, mit Salz und Pfeffer würzen. Falls notwendig, etwas Wasser zugeben, damit der Mangold gut dünsten kann.

Die Muffinsförmchen mit Öl auspinseln und zwei Scheiben Pastirma über Kreuz einlegen. Den Mangold aufteilen und pro Form ein Ei aufschlagen und hineingeben. Mit Salz, Pfeffer und Pul Biber würzen.

Die Förmchen in den vorgeheizten Ofen geben und bei 180 Grad ca. 10 - 12 Minuten garen. Das Eiweiß muss vollständig gestockt sein, aber das Eigelb sollte noch flüssig bis wachsweich sein. Die Garzeit kann je nach Ofen variieren. Am besten, nach Aussehen des Eis entscheiden.

Die Körbchen vorsichtig aus der Muffinform lösen und sofort servieren.







Sonntag, 1. März 2015

Ei im Glas mit Kressesalat
Theresas Küche - Kochen mit Freunden

Da bei uns kaum gebacken wird, kaufe ich auch wenig Eier und bin froh, wenn ich sie rasch verbrauchen kann. Deshalb war ich froh, dieses Rezept in dem Kochbuch "Theresas Küche - Kochen mit Freunden" entdeckte und habe es für meine Rezension ausprobiert.

Bis jetzt habe ich so ähnliche Eier in einem Muffinsförmchen im Ofen gebacken. Das scheint mir auch die bessere Methode zu sein, da dann das Wasserbad überflüssig wird. Das Ei kann auch ohne Deckel gegart werden und so ist es einfacher zu überprüfen, ob es fertig ist.

Für das Garen im Wasserbad werden Behältnisse gebraucht, die verschlossen werden können. Das müssen jetzt nicht die Eierkocher von Wagenfeld sein, das geht auch sehr gut in den kleinen Weck-Gläschen. Wen das Klappern stört, der kann ein Küchenkrepp auf den Topfboden legen.

Im Rezept sind pro Person ein Kästchen Kresse vorgesehen - ich habe die Hälfte davon gemacht und auch das war uns zuviel. Ein Kästchen ist für zwei Personen mehr als ausreichend.






2 Personen

Eier:
etwas Schnittlauchröllchen
etwas abgeriebene Zitronenschale
Meersalz
2 Eier
Olivenöl

Kressesalat:
1 Kästchen Gartenkresse
1 Schuss Weißweinessig
1 TL Honig
etwas abgeriebene Bio-Zitronenschale
eine sehr kleine Knoblauchzehe
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Olivenöl


Zwei kleine Weckgläser mit Olivenöl einfetten und Schnittlauchröllchen, Zitronenschale und Salz hineinstreuen. In jedes Glas ein Ei schlagen und verschließen. Einen Topf 3 cm hoch mit warmen Wasser füllen und die Gläser hineinstellen. Das Wasser bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen und die Eier ca. 8 Minuten wachsweich garen. Kontrollieren, ob das Eiweiß oben schon gestockt ist und evtl. die Kochzeit verlängern.

Aus Essig, Honig, Zitronenschale, klein geschnittener Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Die Kresse abschneiden und mit der Vinaigrette marinieren.

Etwas Kressesalat auf die gestockten Eier geben und die restliche Kresse extra servieren.





Mittwoch, 8. Mai 2013

Björn Freitag: Sylt-Tokio-Omelett mit Austern-Shot

In dieses Gericht aus dem neuen Kochbuch von Björn Freitag habe ich mich sofort verliebt, weil ich Aal und Austern liebe. In Hamburg habe ich einmal Rührei mit Aal gegessen und wusste deshalb, daß das eine geniale Kombi ist. Bei den Austern stören mich meistens die Splitter von der aufgebrochenen Schale, die beim Schlürfen nur schwer zu vermeiden sind. Deshalb war ich sehr neugierig auf den Shot.

Es hat genauso geschmeckt, wie ich mir vorgestellt habe und es läßt sich sehr schnell und unkompliziert zubereiten. Das ist ein ganz schnell gekochtes feines Mittagessen. Auch bei einem Brunch würde ich es gerne essen. Und es war eine sehr "komfortable" Auster.





für 2 Personen

Sylt-Tokio-Omelett:
100 gr. Räucheraal
1/2 Gurke
2 Stiele Dill
4 Eier
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 TL Rapsöl
50 gr. Crème fraiche
Wasabipaste

Austernshot:
2 Austern
guter Weißweinessig
1 kleine Schalotte

Den Aal häuten und die Filets von der Mittelgräte ablösen. Die Aalfilets in kleine Würfel schneiden. Die Gurke schälen und längs vierteln. Die Kerne längs wegschneiden und die Gurke in kleine Würfel schneiden. Die Spitzen vom Dill abzupfen und fein schneiden.

Zwei Eier mit einer Gabel in einem Schälchen mit Salz und Pfeffer würzen und verquirlen. Einen TL Rapsöl in einer beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Eimasse hineingießen. Aal, Gurke und Dill direkt auf das Ei geben und diese bei starker Hitze stocken lassen. Wenn die Hitze groß genug ist, kann das Omelett schon nach rund 20 Sekunden an den Seiten eingeklappt werden und nach weiteren 20 Sekunden aus der Pfanne genommen werden. Das zweite Omelett genauso herstellen.

Die Crème fraiche und Wasabipaste miteinander verrühren und leicht salzen. Die Omeletts damit garnieren und servieren.




Austernshot:

4 Austern mit einer Brüste gründlich unter fließendem kaltem Wasser säubern, mit der gewölbten Seite nach unten auf ein Küchentuch legen und in die Hand nehmen. Mit der Spitze des Austernmessers in die kleine Öffnung des Gelenks stechen und das Gelenk durchtrennen. Das Messer entlang der oberen Schale führen, den Schließmuskel durchtrennen und die obere Schale entfernen. Das Austernwasser mit 2 EL Essig (z. B. Champagneressig) und 1 fein gewürfelten Schalotte mischen. Die Austern in kleine eiskalte Gläser (aus dem Tiefkühlfach) füllen und mit der Vinaigrette begießen.


Die Kerne der Gurke kann man grob hacken und mit der restlichen Creme fraiche vermischen. Etwas Knoblauch und/oder frische Kräuter dazu und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. So hat man noch schnell einen Brotaufstrich.

Wer jetzt Lust auf die Küche von Björn Freitag bekommen hat, findet hier noch mehr Rezepte.


Dienstag, 13. November 2012

Sonntagsfrühstück mit TS-Frittata und Butterbrot

Mitten im November ertrinke ich fast in frischen Tomaten. Der Bürogarten hatte sehr reiche Ernte und durch den frühen ersten Schnee mußten die ganzen Rispen abgeschnitten werden. Der Bürogärtner dekorierte so fast alle Büroräume mit hängenden Tomatenzweigen. Und sie sind wirklich ganz toll nachgereift.

So gab es am regnerischen Sonntag eine Erinnerung an den Sommer aus der Pfanne.



Olivenöl
1 kleine Zwiebel
eine Handvoll Cocktailtomaten
halber Bund Schnittlauch
3 Eier
Schuß Milch
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln, die Cocktailtomaten vierteln und den Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Eier in eine Tasse geben, mit Salz und Pfeffer würzen, die Milch zugeben und alles mit einer Gabel leicht verquirlen. 

Die Zwiebelwürfel glasig dünsten. Wenn sie gegart sind, die Tomaten zugeben, sofort salzen und pfeffern. Die Eimasse in die Pfanne gießen und mit dem Pfannenwender ein bißchen nachhelfen, damit die Tomaten gut verteilt sind. Bei mittlerer Hitze das Ei stocken lassen. 

Sobald oben nur noch eine feuchte Eischicht ist, den Schnittlauch darüber streuen. Dann fertig stocken lassen. Nach Geschmack noch mit Pfeffer bestreuen.



Die Frittata schmeckt besonders gut zu Butterbrot.


Samstag, 23. Juni 2012

Stefan Marquards Blitzküche: Bohnensalat auf Omelette

Ein gelungener Einstieg in das neue Kochbuch von Stefan Marquard, Blitzküche. Dieses Gericht geht wirklich blitzschnell, schmeckt gut und ist sogar noch vegetarisch. Bei den Kräutern habe ich auf den Liebstöckel verzichtet, der wäre nur mit erhöhtem Aufwand zu besorgen gewesen.

In Ermangelung eines Schnellkochtopfs - ich mag' die Dinger einfach nicht und habe meinen vor mind. 10 Jahren entsorgt - habe ich das Gemüse mit Salz und Zucker mariniert und mit etwas Butter gedünstet. So habe ich das bei Stefan auch gelernt. Die Bohnen habe ich einfach in kochendem Salzwasser blanchiert und dann kalt abgeschreckt und am Schluß erneut zu Zucchini und Karotten gegeben.

Und, ich schneide die Zucchini nur sehr ungern in Scheiben, wie es im Rezept angegeben ist, weil mir die Kernhäuser nicht schmecken. Beim nächsten Mal würde ich die Bohnen noch halbieren, dann lassen sie sich auch komfortabler essen. Die Mengenangaben finde ich auch einfacher in Stück, als in Gramm.



Und so würde ich das Omelette beim nächsten Mal machen:

250 gr. grüne Bohnen
1 mittelgroße Zucchini
1 mittelgroße Karotten
Meersalz
Zucker
kleines Stück Butter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Eier
100 gr. abgetropfte Würfel Dosentomate
1 EL Crème fraiche
1 getrocknete Chilischote
20 ml Rapsöl
5 Stängel Petersilie
10 Stängel Schnittlauch
2 EL Aceto Balsamico

Die Zucchini längs vierteln und die Kernhäuser herausschneiden, dann in fingergroße Stifte schneiden. Die Karotte schälen und der Länge nach vierteln, beides in einen Topf geben. Das Gemüse salzen, zuckern und gut vermengen. Wenn das Gemüse Wasser gezogen hat ein Stück Butter zugeben und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel dünsten.

Die Bohnen waschen, putzen, halbieren und in kochendem Salzwasser bißfest kochen. Danach in kaltem Wasser abschrecken.

Die Eier aufschlagen und in einen hohen Mixbecher geben. Die Tomatenwürfel, Crème fraiche, die Chilischote und Salz und Pfeffer dazu geben. Mit dem Pürierstab fein pürieren.

In der Pfanne das Rapsöl leicht erhitzen und die Eiermischung ca. 1 cm hoch hinein füllen. Deckel auflegen und das Omelett stocken lassen. Nebenbei die Petersilienblätter abzupfen und mit dem Schnittlauch fein schneiden.

Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Aceto balsamico würzen. Die Kräuter untermischen. Auf dem Omelette servieren.

Zeitangabe lt Buch: 30 Minuten
Gesamt-Wertung: 8
Zeitfaktor: 3
(1 = weit entfernt, 2 = leicht überzogen, 3 = gut erreicht)
Geschmack: 3
(1 = geht so, 2 = gut, 3 = köstlich)
Zutaten: 2
(1 = kleinteilig, viele Reste, 2 = gut zu verbrauchen)