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Samstag, 11. April 2026

Dirty Bistro: Lachs-Ceviche mit Kumquat und Estragon

Fisch und ganz besonders Lachs geht bei uns immer. So wusste ich sofort, dass ich dieses Gericht aus dem ersten Kochbuch "Dirty Bistro" von Max Strohe ausprobieren möchte.

Es war das erste Rezept, das ich für meine Rezension (hier nachzulesen) ausprobiert habe und ich war von der ersten Sekunde an begeistert. Endlich hat mal jemand eine Idee, wie man Kräuteröle auch in kleinen Mengen herstellen kann. Max Strohe beschreibt eine Methode im Thermomix und eine einfach in einem kleinen Topf. Das Problem ist nie der Thermomix, es ist die Menge. Mit der Topfmethode kann man die Menge sehr reduzieren. 

Zum zweiten kommt hier ein Zitronenöl zum Einsatz. Was für eine tolle Idee, die Schale von Biofrüchten gut zu verwerten, wenn man den Abrieb gerade nicht brauchen kann, aber den Saft.

Diese Variation der Ceviche schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sie kann auch sehr gut für Gäste vorbereitet werden. Man kann alle Komponenten mindestens einen Tag vorher fertig haben und muss nur noch die Lachs beizen. Das sollte sowieso erst kurz vor dem Servieren gemacht werden.

Die Aromatik ist sehr zitrusbetont, da nicht nur Kumquat, sondern auch Limette, Zitrone und Yuzu verwenden werden. Ein perfektes Rezept für meine Rezeptsammlung #zitrusliebe.


für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptgericht


Kumquats:
5 Kumquats
50 gr. Zucker

Die Kumquats längs halbieren, entkernen und dann in feine Scheiben schneiden.

Den Zucker mit 100 ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Kumquats dazugeben, die Hitze reduzieren und rund eine Minute sanft köcheln lassen. Die Früchte mit dem Sud auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Im Kühlschrank aufbewahrt, können die Kumquats 2 - 3 Tage vorher vorbereitet werden. Vor das Gericht rechtzeitig herausnehmen, damit sie wieder Zimmertemperatur bekommen.


Lachs:
300 gr. Lachsloin
Abrieb einer Limette
50 gr. Salz
25 gr. Zucker

Die Schale der Limette abreiben und mit Salz und Zucker mischen. Die Limette für die Vinaigrette verwenden. Den Lachs rundum mit der Mischung bedecken und für 4 Minuten beizen. Dann mit kaltem Wasser abwaschen und mit Küchenkrepp gut abtrocknen. In feine Scheiben schneiden.

Die Beize kann einen Tag vorher vorbereitet werden. Der Lachs sollte unmittelbar vor dem Servieren gebeizt werden.


Zitronenöl:
1 Zitrone
125 ml mildes Olivenöl

Die Zitrone fein abreiben und mit dem Öl in ein Glas geben und gut verschließen. Drei bis fünf Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen und täglich schütteln. Dann durch ein feines Sieb abpassieren und im Kühlschrank aufbewahren. Es ist etwa zwei Wochen haltbar.


Vinaigrette:
1 Limette
20 ml Yuzusaft
1,5 EL Ahornsirup
1 Jalapeno
1 kleine Schalotte
20 ml Zitronenöl
Salz

Den Saft der Limette auspressen und mit Yuzusaft und Ahornsirup in ein kleines Becherglas geben. 

Die Jalapeno längs halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Schalotte schälen und ebenfalls fein würfeln. Alles zur Flüssigkeit geben und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann mit dem Stabmixer mixen und durch ein Sieb abpassieren. Nun das Zitronenöl dazugeben und mit dem Stabmixer einarbeiten. Mit Salz abschmecken.

Die Vinaigrette kann einen Tag vorher vorbereitet werden.


Estragonöl:
25 gr. Estragonblätter und zarte Zweige
50 ml Rapsöl

Den Estragon grob schneiden und mit dem Öl in einen kleinen Topf geben. Das Öl leicht erwärmen, bis es 80 Grad hat. Nun in ein Becherglas geben und mit dem Stabmixer rund fünf Minuten durchmixen. Danach durch ein feines Passiersieb in ein anderes Becherglas abgießen.

Das Öl für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sich das Öl vom Wasser der Kräuter absetzt. Nun das obere Öl vorsichtig abgießen und kalt aufbewahren. Das Öl hält rund 5 Tage.


Anrichten:
Kresse

Die Lachsscheiben auf Tellern anrichten, mit der Vinaigrette marinieren. Kumquatscheiben mit einem Löffel aus dem Sud holen und auf die Lachsscheiben geben. Mit der Kresse garnieren. Alles mit dem Estragonöl beträufeln.


Eine Inspiration aus:




















Donnerstag, 2. April 2026

Köstliches China: Geschmorter Wolfsbarsch mit Tofu in scharfer Bohnensauce

Bis zum 15. April könnt Ihr noch Eure Beiträge zum Blog-Event "Köstliches China" bei Zorra vom Blog Kochtopf einreichen. Mir macht das Event sehr viel Freude, weil ich meine alte Rezeptsammlung wieder neu entdeckt habe.

Vor vielen Jahren habe ich sehr viel chinesische Kochkurse bei einer Singapur-Chinesin gemacht. Und Frau Wolf-Yuen war immer sehr streng mit uns. Ich hoffe, sie findet nie heraus, dass ich bei diesem Gericht etwas verändert habe. Eigentlich gibt man die frittieren Tofu-Würfel wieder in die Sauce und kocht sie mit. Sie waren so schön knusprig, dass ich sie lieber über das fertige Gericht gestreut habe. Probiert es aus, was Euch besser schmeckt.


für 4 Personen
Beilage: Reis

Am einfachsten ist es, die einzelnen Komponenten vorzubereiten und dann das Gericht im Wok fertigstellen. Der Wok sollte so groß sein, dass der Fisch im Ganzen hinein passt.


1 Wolfsbarsch, küchenfertig, ca. 700 gr.
2 EL helle Sojasauce
Prise Pfeffer

Den Wolfsbarsch beidseitig diagonal einschneiden, damit große Würfel entstehen. Sojasauce mit Pfeffer verrühren und den Fisch mit der Hälfte begießen, wenden und mit der restlichen Sauce begießen. Für 10 Minuten marinieren lassen.


200 gr. Tofu
1/2 Flasche Rapsöl

Den Tofu trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Das Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Tofuwürfel unter Rühren knusprig frittieren. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen und die goldgelben Tofuwürfel herausheben und darauf abtropfen lassen.


100 gr. Schweinehackfleisch
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer, etwa in der Größe der Knoblauchzehe
2 EL scharfe Bohnensauce

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben. Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Gemeinsam mit der Bohnensauce zum Hackfleisch geben und alles gut vermengen.


300 ml Rinderbrühe
150 ml Wasser
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 EL helle Sojasauce
2 TL Sesamöl
Prise Pfeffer

Alle Zutaten zu einer Sauce vermischen.


2 EL Maisstärke
2 EL Wasser

Die Maisstärke in Wasser verrühren.


2 EL Shaoxing Wein
2 Frühlingszwiebeln

Den Wein bereitstellen. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Vom Grün etwas für die Deko separat aufbewahren.


Fertigstellung:
Den marinierten Wolfsbarsch im heißen Öl des Woks auf beiden Seiten braten, bis er gar ist. Das dauert gute 5 Minuten. Den Fisch auf eine Servierplatte legen und warm stellen. Das Öl aus dem Wok in eine Schüssel gießen.

4 EL des Öls zurück in den Wok geben und das Schweinehack darin knusprig braten. Dann mit dem Shaoxing Wein ablöschen und mit der Sauce aufgießen. Alles bei mittlerer Hitze für 5 Minuten kochen lassen. Nun die angerührte Maisstärke einrühren und die Sauce damit binden. Zum Schluss die Frühlingszwiebeln dazugeben.

Die Sauce über den Fisch gießen. Die Tofuwürfeln darüber streuen und mit dem restlichen Grün der Frühlingszwiebeln garnieren. Sofort servieren.






Mein Beitrag zum Blog-Event:


Blog-Event CCXXVIII - Köstliches China (Einsendeschluss 15. April 2026)







Samstag, 21. Februar 2026

#zitrusliebe - Thunfischsteak mit Zitrusfrucht-Salsa

Das ist doch mal ein toller Zufall. Vor ein paar Tagen habe ich eine Rezeptsammlung für Zitrusfrüchte veröffentlicht und mir vorgenommen, noch einige Rezepte dafür auszuprobieren. Und da entdecke ich, dass Susanne vom Blog Magentratzerl bei Zorra einen Blog-Event mit dem gleichen Thema veranstaltet. Darüber habe ich mich so richtig gefreut, dass ich unkompliziert ein paar schöne Gerichte beitragen kann.

In meiner umfangreichen Kochbuch-Sammlung stehen ein paar Bücher zum Thema Zitrusfrüchte. Mein absolutes Lieblingsbuch ist das "Zitrusfrüchte" vom Schweizer Koch Armin Zogbaum. Amazon ist ja unerbittlich, wenn ich das Buch aufrufe, dann steht da: gekauft am 20. Februar 2005. Wir haben also schon 20-jähriges, das Buch und ich. Ich habe viel daraus gekocht und dann längere Zeit nicht mehr. Deshalb habe ich mir dieses Rezept ausgesucht und wieder ein paar Dinge verändert, wie sie in meinen Notizen stehen.

Uns hat es sehr gut geschmeckt und ich bin froh, dass ich es in meiner Version nicht mehr suchen muss, sondern hier schnell finde.

Weitere Lieblingsrezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in meiner Sammlung #zitrusliebe - direkter Link.

Rezeptsammlungen zu anderem saisonalen Obst und Gemüse gibt es auf dem gleichnamigen Reiter - direkter Link.


für 2 Personen

2 dicke Thunfischsteaks
Salz
Olivenöl

Marinade:
1/2 Limette
1 kleine Chilischote
1 EL Rapsöl
1/2 EL Rum
Prise Piment gemahlen

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Alle Zutaten der Marinade verrühren und die Thunfischsteaks von beiden Seiten damit einpinseln. Den Thunfisch bei Zimmertemperatur für 30 Minuten abgedeckt stehen lassen, damit die Marinade einziehen kann.

Zitrusfrucht-Salsa:
1 Grapefruit
1 Orange
4 Kumquats
2 - 3 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
4 Stiele Koriander
1/2 Limette
Prise Piment gemahlen
1 EL Olivenöl
Salz
Zucker

Koriander für die Garnitur

Grapefruit und Orange filetieren und in eine Schüssel geben. Die Kumquats in feine Scheiben schneiden und dabei die Kerne entfernen. Die Frühlingszwiebeln schräg in feine Scheiben schneiden (auch das Grün). Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Alles zu den Zitrusfrüchten in der Schüssel geben und vermengen.

Den Koriander mit den kleinen Stielen in feine Streifen schneiden und zur Seite legen.

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Mit Olivenöl verrühren und Piment, Salz und Zucker abschmecken. Die Salsa damit marinieren. Den Koriander erst kurz vor dem Servieren untermischen.

Die Thunfischsteaks aus der Marinade nehmen und trocken tupfen, leicht salzen. Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Steaks von beiden Seiten kurz braten. Sie sollen innen roh bleiben. 

Die Zitrusfrucht-Salsa auf Tellern anrichten. Die Thunfischsteaks diagonal durchschneiden und auf die Salsa setzen. Mit Koriander garnieren.


Mein Beitrag zum Blog-Event "Zitrusfrüchte"

Blog-Event CCXXVII - Zitruszeit! (Einsendeschluss 15. März 2026)


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch




Mittwoch, 4. Februar 2026

#lunchtapas - Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot

Für das Rote-Bete-Carpaccio mit Bottarga habe ich zusätzlich Ringelbete gegart und mariniert. Vom Geschmack war ich begeistert, aber es passte überhaupt nicht zum Bottarga. In meinem Kopf spuckte sofort ein Stück geräucherte Aal herum. Ich liebe geräucherten Aal. 

Wenn meine Eltern mit uns Kindern am Wochenende an den Starnberger See gefahren sind, kauften wir kurz vor der Heimfahrt einen geräucherten Aal. Überall gab es Fischerhütten, die Tafeln hatten, auf denen "Räucheraal" angeschrieben war. Mein Vater liebte auch Räucheraal. Meine Mutter und mein Bruder nicht. Also blieb der Aal für Papa und mich und mir ist diese Liebe geblieben.

Diese Kombination mit dem Aal und dem gerösteten Brot war perfekt, genauso, wie ich mir das vorgestellt habe. Deshalb darf die Ringelbete auch in meine Rezeptsammlung #rotebeteglück - Link zur Sammlung.

An dem Tag, als ich das gekocht habe, gab es auch noch eine weitere Neuentwicklung - Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot und somit ein ganz wunderbares Mittagessen. 



für 8 - 10 kleine Bissen

100 gr. geräuchertes Aalfilet
2 kleine Ringelbeten
Rapsöl
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer
Kümmel
1/2 Zitrone
Olivenöl
ein paar Stiele Schnittlauch
4 bis 5 Scheiben Ciabatta
etwas Butter
etwas Olivenöl

Die Ringelbeten waschen, trocken tupfen und auf je ein Stück Alufolie legen. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus Rapsöl, Salz, Zucker, Pfeffer und Kümmel eine Marinade rühren und die Ringelbeten rundum damit einpinseln. Dann fest in die Alufolie einwickeln und in eine Auflaufform geben.

Für ca. 75 Minuten bei 200 Grad garen. Herausnehmen, auskühlen lassen und dann schälen und in sehr feine Scheiben hobeln.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren und die Ringelbete darin über Nacht marinieren.

Den Aal in Stücke schneiden, die auf die Brote passen. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Die Brotscheiben halbieren. Butter und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen und das Brot, bei mittlerer Temperatur, darin rösten.

Die Brote erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit das Brot knusprig bleibt. Aal auf das Brot geben, mit der Ringelbete belegen und mit Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren.



Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot
Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot





Dienstag, 27. Januar 2026

Thunfisch im Sesam-Mantel mit Pilzen und Pak Choi

Wenn Thunfisch, dann am liebsten roh. So gebraten gibt es ihn sehr selten bei uns und wir bevorzugen ihn dann umhüllt von Sesam. Das hält ihn saftig und gibt noch einen tollen Geschmack. Dazu passen natürlich asiatische Aromen sehr gut. 

Das Gemüse mit Pilzen und Pak Choi ist schnell gemacht und ergänzt den Thunfisch perfekt. Ich kann mir dazu auch gebratenen Tofu oder Hühnerbrust vorstellen.



für 2 Personen

2 Thunfischsteaks, oder besser. 1 Thunfischsteak, dafür sehr dick
2 EL weißer Sesam
1 EL schwarzer Sesam
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, etwa daumengroß
100 gr. wilder Pak Choi oder 2 kleine Pak Choi
1 EL Honig
2 EL Sojasauce
Sesamöl
Salz

Die Thunfischsteaks portionieren und leicht salzen. Den Sesam in einem tiefen Teller mischen und den Thunfisch von allen Seiten darin wälzen.

Knoblauch und Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pilze zerteilen und den Pak Choi putzen. Honig und Sojasauce verrühren.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Thunfischsteaks von beiden Seiten darin anbraten. Der Sesam soll schön geröstet sein. Den Fisch herausnehmen und beiseite stellen.

Im restlichen Öl Knoblauch und Ingwer anbraten, dann die Pilze zugeben und alles leicht salzen. Das Gemüse durchschwenken und den Pak Choi dazugeben. Kurz anbraten und dann mit mit der Honig-Sojasaucen-Mischung ablöschen. Etwas einkochen lassen.

Das Gemüse auf Teller geben. Die Thunfischsteaks schräg durchschneiden und auf das Gemüse setzen. Sofort servieren.




Sonntag, 18. Januar 2026

Spaghetti mit Bottarga

Einfach ausgedrückt, ist Bottarga so etwas ähnliches wie Kaviar, nur einfacher. Bottarga ist getrockneter und gesalzener Rogen von Meeräschen und eine traditionelle sardische Delikatesse. Man kauft sie in kompakten Strängen und kann sie dann in dünne Scheiben schneiden oder über Gerichte reiben.

Ab und zu habe ich Lust etwas damit zu kochen, wobei mein Repertoire sehr klein ist. Ich mache damit eine feine Vorspeise mit Rote Bete (Link zum Rezept), diese Spaghetti und noch zwei Gerichte. Vielleicht schaffe ich es in der Zukunft auch andere Gerichte damit auszuprobieren.

Algennudeln mit Bottarga und Paprika-Algen-Salat

Gebratener und roher Fenchelsalat mit Orangen und Bottarga


für 2 Personen

250 gr. Spaghetti
1 Peperoncino
2 Knoblauchzehen
50 gr. Bottarga
Frühlingszwiebelgrün oder Schnittlauch
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Peperoncino längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und fein Würfeln. Den Bottarga grob reiben. Das Grüne der Frühlingszwiebeln oder den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Zwei EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Peperoncino und Knoblauch darin anschwitzen, dabei leicht salzen. Die Hitze reduzieren und den Knoblauch goldgelb werden lassen.

Parallel einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Salz dazugeben und die Spaghetti darin etwas kürzer kochen, als auf der Packung angegeben.

Zwei bis drei Kellen Kochwasser der Nudeln abnehmen. Die fertigen Nudeln abgießen. Zwei EL Bottarga in die Pfanne geben und die Nudeln hineingeben. Ein bis zwei Kellen Nudelwasser und 2 EL Olivenöl dazu. Die Nudeln gut durchschwenken, damit sich eine gebundene Sauce ergibt und die Nudeln überzieht. Bei Bedarf noch etwas Wasser dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti auf zwei Teller verteilen, mit dem restlichen Bottarga und Frühlingszwiebel bzw. Schnittlauch bestreuen und sofort servieren.





Mittwoch, 14. Januar 2026

Gebackene Sardinen mit frischem Oregano

Ich liebe Sardinen mit ihrem würzig-kräftigen Geschmack. Leider kann man sie nicht das ganze Jahr frisch kaufen. Ihre Saison geht von Mai bis September und nicht jeder Fischhändler hat sie im Angebot. Ich kaufe sie immer, wenn ich sie sehe. 

Als es in meinem Frischeparadies wieder fangfrische Sardinen gab, habe ich gleich ein paar Rezepte ausprobiert. Dieses Gericht lässt sich sehr schön vorbereiten. Man könnte sogar alles in den Auflaufförmchen einen halben Tag vorher fertig machen und dann in den Ofen schieben. Somit wäre das perfekt für Gäste. Weil es mir so gut gefallen hat, habe ich es nochmals in einer anderen Variante ausprobiert. Beides hat seinen Reiz.

Noch bis morgen sucht Nadja von Little Kitchen and more Rezepte aus dem Ofen und veranstaltet gemeinsam mit Zorra vom Blog Kochtopf das gleichnamige Blog-Event. Da bin ich gerne dabei und mache mit meinem Rezept ein bisschen Lust auf die wärmere Jahreszeit.

für 2 Personen als Snack

4 Sardinen
2 Knoblauchzehen
1 kleine rote Chili
1/2 Zitrone
2 Zweige Majoran
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Sardinen schuppen, Kopf und Schwanz wegschneiden und die Gräten entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets noch verbunden sind. Die Filets auf beiden Hautseiten diagonal einschneiden.

Die Knoblauchzehen mit der Schale andrücken. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und fein würfeln. Die Zitrone in feine Scheiben schneiden, dabei die Kerne entfernen. Die Majoranblättchen abzupfen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ofenfeste Förmchen mit Olivenöl ausstreichen. Die Sardinen mit Salz und Pfeffer würzen und in die Förmchen legen. Knoblauchzehen und Chili dazugeben und die Zitronenscheiben zwischen die Fische legen. Die Majoranblättchen auf den Sardinen verteilen (ein paar für die Deko aufheben). Alles mit Olivenöl beträufeln und für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.



Und das Ganze als Variante:

4 Sardinen
2 Knoblauchzehen
1 kleine rote Chili
1 Schnitz Salzzitrone
2 Zweige Majoran
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Sardinen schuppen, die Gräten und Innereien entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets noch verbunden sind. Die Filets auf beiden Hautseiten diagonal einschneiden.

Die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und fein würfeln. Die Salzzitrone ebemfalls fein würfeln. Die Majoranblättchen abzupfen. Alles mit etwas Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ofenfeste Form mit Olivenöl ausstreichen. Die Sardinen mit Salz und Pfeffer würzen und in die Form legen und mit der vorbereiteten Mischung bedecken und für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.




Mein Beitrag zum Blog-Event "Aus dem Ofen"

Blog-Event CCXXV - Aus dem Ofen! (Einsendeschluss 15. Januar 2026)



Eine Inspiration aus:






























Montag, 29. Dezember 2025

Würzig marinierte Sardinen

Leider ist die Saison kurz, in der man frische Sardinen bekommt. Ich liebe den würzigen Geschmack von Sardinen und kaufe immer welche, wenn ich sie frisch bekommen kann. Im Lauf der Zeit habe ich mir eine Rezeptsammlung zugelegt, um sie immer wieder anders zuzubereiten.

Dieses Gericht stammt von dem ehemaligen 3-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt und wurde in einem Barbuch veröffentlicht, sozusagen als Barfood der Spitzenklasse. Trotzdem lässt es sich relativ einfach und schnell zubereiten. Die meiste Arbeit und das meiste Know-How wird benötigt, um die Sardinen küchenfertig zu machen.

Bei mir gibt es diesen Snack als glutenfreie Variante. Wer das nicht machen muss, kann normales Weizenmehl nehmen.


für 2 Personen als Snack
die Menge kann entsprechend hochgerechnet werden

4 Sardinen
1 kleine Thai-Chili
1 Knoblauchzehe
Reismehl
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Lorbeerblätter
1 TL geräuchertes Paprikapulver, süß
50 ml Weißweinessig
50 ml trockenen Weißwein
50 ml Wasser
Salz

Von den Sardinen Kopf und Schwanz abschneiden, ausnehmen und die Gräten entfernen. Darauf achten, dass die beiden Filets verbunden bleiben.

Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und dann fein würfeln. Die Knoblauchzehe schälen und ebenfalls fein würfeln.

Die Sardinen in Reismehl wenden (nur die Hautseite) und überschüssiges Mehl abstreifen. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die (zusammengeklappten) Sardinen auf beiden Seiten (nur Hautseite) anbraten, bis sie gebräunt sind. Die Sardinen herausnehmen und in eine Porzellanschüssel legen.

Das Öl etwas abkühlen lassen und Knoblauch- und Chiliwürfel zusammen mit Pfeffer bei mittlerer Hitze anbraten. Der Knoblauch sollte goldgelb sein. 

Alles mit dem Gemisch aus Essig, Weißwein und Wasser ablöschen. Lorbeer, Paprikapulver und Salz dazugeben und alles einmal aufkochen lassen. Für rund eine Minute kochen lassen. Dann den Sud mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Sud über die Sardinen gießen. Die Sardinen abgedeckt für mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur marinieren.

Mit etwas Sud servieren.



Eine Inspiration aus:



Mittwoch, 10. Dezember 2025

Sushi-Pizza - Frittierter Sushi-Reis mit Lachs und Tobiko

Was kocht man, wenn man sich eine Meinung zu einem Kochbuch mit dem Titel "Neue asiatische Küche" bilden möchte und glutenfrei kochen muss? Erschwerend kommt hinzu, dass ich eine ganz große Schwäche für knuspriges Essen habe. Und dann habe ich im aktuellen Kochbuch von The Duc Ngo diese Sushi-Pizza entdeckt.

Ich war sofort angefixt und wollte sie unbedingt ausprobieren. Das Ergebnis hat meinen Mann und mich begeistert. Das Gluten-Problem lässt sich einfach lösen, da die Sojasauce extra serviert wird. Und hier gleich mein Tipp: die glutenfreie Lieblings-Sojasauce meines Mannes ist Hop Soy von Johannes Selmayer.

Das Gericht ist etwas aufwändiger, aber das Ergebnis lohnt sich sehr. Wenn man es gut organisiert, kann man es trotzdem in vernünftiger Zeit auf den Tisch bringen. An zwei Stellen habe ich etwas geschummelt, da in dem Buch Restaurant-Rezepte vorgestellt werden. Das bedeutet, dass da ganz andere Mengen verarbeitet werden und für den kleinen Haushalt nur schwierig heruntergerechnet werden können. So habe ich zum Marinieren des Sushi-Reis eine fertige Marinade verwendet und für die Chili-Mayo nur eine winzige Menge hergestellt.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen

200 Sushi-Reis
60 ml Sushi-Marinade
(ergibt ca. 400 gr. gekochten Sushi-Reis)

4 EL japanische Mayonnaise
1 EL Sriracha-Sauce
ein Spritzer geröstetes Sesamöl
1 EL weißen Sesam
1/4 Gurke
2 Frühlingszwiebeln - nur das Grüne
250 gr. Lachsloin, Sashimiqualität
1 kleines Glas Tobiko orange

Anrichten:
Wasabi
Sushi-Ingwer
Sojasauce

Den Reis in einen Topf geben und mit kalten Wasser auffüllen. Mit der Hand vorsichtig den Reis waschen und das trübe Wasser abgießen. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, bis das Wasser klar ist.

Dann frisches Wasser auffüllen, bis es etwa 2 cm über dem Reis steht. Mit geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur das Wasser zum Kochen bringen. Das sieht man, sobald der Wasserdampf austritt. Dann den Topf vom Herd nehmen und 5 Minuten ziehen lassen.

Den Topf ohne Deckel zum zweiten Mal erhitzen. Diesmal die Temperatur höher wählen. Sobald das Wasser verdampft ist, ist der Reis fertig. Den gegarten Reis in eine Schüssel geben und vorsichtig mit einem breiten, flachen Holzlöffel auflockern. 

Die Marinade über dem Reis verteilen und mit dem Löffel vorsichtig vermengen. Den Reis in 6 ungefähr gleichgroße Portionen teilen. 6 Stücke Frischhaltefolie auf der Arbeitsplatte auslegen. Die Hände mit kaltem Wasser befreuchten und die 6 Portionen zu 6 gleich großen Bällen formen. Jedesmal die Hände erneut befeuchten. Die Bälle auf die Frischhaltefolie legen, die Folie überlappen und mit der flachen Hand zu runden Pizzen drücken  (Durchmesser ca. 12 cm). 

Die verpackten Pizzen über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag werden zuerst alle Zutaten vorbereitet:
  • Die Mayonnaise mit der Sriracha und dem Sesamöl verrühren.
  • Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten.
  • Die Gurke ungeschält in hauchdünne Scheiben schneiden.
  • Das Grün der Frühlingszwiebeln schräg in sehr dünne Streifen schneiden.
  • Den Lachsloin in 24 Scheiben schneiden. Jede Pizza wird mit 4 Scheiben belegt.
Das Rapsöl in einem hohen Wok auf 180 Grad erhitzen. In der Zwischenzeit die Pizzen aus der Frischhaltefolie auspacken. Zwei große Teller mit Küchenpapier auslegen. Die Pizzen portionsweise goldbraun und knusprig frittieren. Dabei öfters wenden. Herausheben und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen.

Die knusprigen Pizzas mit der Chili-Mayonnaise bestreichen und den Lachsscheiben belegen. Darauf die Gurkenscheiben und den Tobiko verteilen. Mit Frühlingszwiebelgrün und Sesam bestreuen. Mit Sojasauce, Sushi-Ingwer und Wasabi sofort servieren.

Eine Inspiration aus:




















Samstag, 29. November 2025

Sake Aburi Tiradito - Geflämmter Lachs mit einer peruanischen Chilisauce

Dieses Gericht aus dem Kochbuch von The Duc Ngo ist eine raffinierte Kombination aus Sashimi und Ceviche. Mir gefällt bei der"richtigen" Ceviche immer nicht, dass der Fisch in grobe Würfel geschnitten wird. Schöner finde ich dünne Scheiben, oder so wie hier etwas dickere.

Ansonsten kann das alles schnell gemacht werden, Sauce und den Belag könnte man sogar einen Tag vorher zubereiten. Dann müsste nur noch der Fisch aufgeschnitten und abgebunst werden. Das macht es ideal als Einstieg für die Bewirtung von Gästen.

Hier ist meine Rezension des Kochbuchs "The Duc Ngo - Neue asiatische Küche" zu finden.



für 2 Personen

Sauce:
1 kleine Saftorange
1/2 Limette
1 EL Sojasauce
1 Schuss Olivenöl
1 Schuss Yuzu-Essig
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Saft der Orange auspressen, die Schale der Limette fein abreiben (für den Belag) und dann die Limette auspressen. Die Zitrussäfte mit Sojasauce, Olivenöl und Yuzu-Essig vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Belag:
Stiele von 10 Korianderstengeln
1 kleine rote Chili
etwas rote Zwiebel
1 Streifen frischer Ingwer
10 Stiele Schnittlauch
Limettenabrieb oder gefrorenes Zitronengras, frisch gerieben

Die Stiele von Koriander und Schnittlauch in feine Ringe schneiden. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Würfel schneiden. Zwiebel und Ingwer schälen und fein würfeln. Jede Zutat (außer Chili) sollte in etwa die gleiche Menge haben. Alles mit der vorher abgeriebenen Limettenschale vermengen. Alternativ kann man auch den unteren Teil von Zitronengras einfrieren und mit der Microplane fein über den Fisch reiben.


Fisch:
200 gr. Lachsloin
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Lachs in gleichgroße Scheiben schneiden und auf Teller legen. Mit dem Bunsenbrenner auf einer Seite abflämmen und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Mit der Sauce begießen und den Belag längs auf die Fischscheiben geben. Sofort servieren.




Eine Inspiration aus:




















Dienstag, 18. November 2025

Sardinen - im Ofen gebraten

Ich liebe Sardinen. Leider ist die Saison sehr kurz, in der man sie frisch bekommen kann. Da mir immer wieder ein Rezept mit Sardinen in die Finger kommt, das mich interessiert, kaufe ich sie auch TK. So schlummerte noch ein Rest-Beutel in meinem Tiefkühler und der musste jetzt endlich weg. 

Dank meiner großen Rezept-Datenbank wurde ich schnell fündig und ich war mir sicher, dass es gut schmecken wird. Das Rezept stammt aus einem meiner Alltime-Lieblingskochbücher "River Cafe Easy Kochbuch" von Rose Grey und Ruth Rogers, den Ausbilderinnen von Jamie Oliver.

Ein wenig habe ich es abgewandelt und statt der frischen Zitrone, Salzzitrone nach dem Rezept von Hans Jörg Bachmeier verwendet. Da wir ein paar Tage davor die letzten getrockneten Tomaten gegessen hatten, habe ich das Olivenöl verwendet, in dem sie eingelegt waren. Das hat einen sehr intensiven Geschmack von den Tomaten und Oliven und passte perfekt dazu.

Als ich mitten in den Vorbereitungen war, sind mir unsere winzigen Kartöffelchen eingefallen. Der Vorbesitzer unseres Hauses hatte eine sehr unterschiedliche Auffassung zur Gartennutzung, zu unserer. Mitten in der Wiese stand damals eine Art Sitz-Wurzel, ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben könnte. Als er mit der umgezogen ist, war die Wiese darunter kaputt. Mein Mann hat das liebevoll umgegraben und erstmal Kartoffeln angebaut, damit sich die Erde erholt. So konnten wir eigene Kartoffeln ernten und da waren sehr kleine dabei, die perfekt zu diesem Gericht gepasst haben. Etwas Weißbrot ist auch eine schöne Ergänzung.


Dieses Gericht lässt sich auch perfekt einen Tag vorher vorbereiten. Dazu einfach die Tomaten im Ofen garen. Die Kartoffeln dämpfen, die Salzzitrone schneiden. Dann muss man nur noch die Sardinen ausnehmen und kann alles in die Auflaufform geben und in den Ofen schieben. Die Zubereitung benötigt dann maximal 20 Minuten.


für 2 Personen

10 Sardinen
1 Rispe Cocktailtomaten
einige kleine Kartoffeln
eine Handvoll schwarze Oliven - entsteint
1/4 Salzzitrone mit Flüssigkeit
Olivenöl oder Öl eingelegter Tomaten
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tomaten rundum einstechen und in einer kleinen Schüssel mit Olivenöl gut vermischen. Dann in eine kleine Auflaufform geben, mit Salz und Pfeffer würzen und für 15 Minuten in den Ofen geben.

Die Kartoffeln 20 Minuten über Salzwasser dämpfen.

Die Salzzitrone in sehr kleine Würfel schneiden.

Die Sardinen ausnehmen und die Mittelgräte entfernen.

Eine Auflaufform in der passenden Größe sehr gut mit Olivenöl auspinseln. Die Sardinen hineinlegen und mit den Salzzitronen belegen. Tomaten, Oliven und Kartoffeln in den Zwischenräumen verteilen. Alles mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit Olivenöl beträufeln und für 10 Minuten in den Ofen geben (200 Grad).

Sardinen und Gemüse auf Tellern anrichten, mit der ausgetretenen Flüssigkeit und etwas Flüssigkeit der Salzzitrone beträufeln. Sofort servieren.



Eine Inspiration aus:



















Mittwoch, 29. Oktober 2025

Saibling "in Saor"

"In Saor" ist in Italien eine sehr klassische Zubereitung für Sardinen. Im Kochbuch Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) verwendet Thomas Gruber eine Reinanke. Das ist ein Fisch, der in Österreich nahezu allgegenwärtig ist und auch im schönen Wörthersee in Kärnten schwimmt. Bei uns ist er nur sehr schwer zu bekommen, das ist aber kein Problem, da er zu den Salmoniden zählt und somit gut mit Saibling oder Forelle ersetzt werden kann.

Mir hat die Grundidee sehr gut gefallen, dass auch die Bauchlappen für das fertige Gericht verwendet werden. Das Gleiche gilt für die Zutaten in der Saor-Marinade. Auch sie werden serviert. Die Anrichtweise ist etwas schwer zu erkennen, spiegelt aber die Idee wieder, alles zu verwenden und damit einen "Fisch" zu komplettieren.

Im Originalrezept werden winzige Gurken mit Blüte verwendet. Das sieht hübscher aus, als meine Kombination aus Gurkenwürfeln und Kapuzinerkresseblüten, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Es ist schon etwas aufwändig die unterschiedlichen Komponenten herzustellen, aber mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Gericht zu kochen. Man muss sich nur etwas Zeit nehmen und Stück für Stück die einzelnen Bestandteile umzusetzen. Auch das Anrichten braucht Zeit. Dafür bekommt man ein optisch sehr schönes Gericht, das auch ganz fantastisch schmeckt.

Meine Rezension des Kochbuchs Signatures - Österreichs junge Spitzenköche (JRE) ist hier zu finden: Link.



für 2 Personen

Saibling:
2 Saiblingsfilets mit Haut
grobes Meersalz

1 mittlere weiße Zwiebel
4 Lorbeerblätter
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Sultaninen
2 TL Pinienkerne
1 Schuss Olivenöl
Salz
150 ml Weißweinessig
150 ml Fischfond
5 EL Zucker
Fenchelpollen

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Die Lorbeerblätter am Rand etwas einreißen. In einem weiten Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Lorbeer, Pfeffer, Sultaninen und Pinienkerne anschwitzen, leicht salzen. Sie sollten keine Farbe nehmen. Mit dem Essig ablöschen und dem Fischfond aufgiessen. Alles leicht aufkochen lassen, den Zucker dazugeben und dann vom Herd nehmen. Den Sud auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Die Saiblingsfilets auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. Anschließend das grobe Meersalz in einen passenden Behälter geben. Die Saiblingsfilets mit der Hautseite nach unten einlegen und mit einer weiteren Salzschicht bedecken. Für 10 Minuten beizen. Danach kalt abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen und erneut in in eine passende Schale legen und mit dem abgekühlten Sud übergiesen. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Fischfilets aus dem Sud holen und abtropfen lassen. Die Haut sorgfältig entfernen und die Bauchlappen abschneiden. Das Fischfleisch der Bauchlappen sehr fein würfeln. Einige Pinienkerne aus der Marinade holen und mit dem Messer zerdrücken. 

Das Tatar mit den Pinienkernen und den Fenchelpollen abschmecken.

Das Fischfilet in der Form eines halben Fisches auf den Teller legen und den "Körper" mit dem Tatar auffüllen. Das Tatar mit Zwiebelringen dekorieren.


Gurkensauce:
1/3 einer Salatgurke und die Reste der Gurkenwürfel, die zum Anrichten benötigt werden
1 TL Olivenöl
Zitronenabrieb
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Gurke entsaften und das Olivenöl dazugeben. Mit dem Zauberstab montieren und mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Bis zum Anrichten kaltstellen.

Die Gurkensauce angießen.


Fenchelmayo und Fenchelöl:
2 Fenchel mit viel Grün
1 sehr großer Bund Bronzefenchel
200 ml Rapsöl
1 Eigelb
1 TL Dijonsenf
1/2 Zitrone
Salz

Das Grün des Fenchels in sehr feine Streifen schneiden. Vom Bronzefenchel die zarten Stiele abzupfen. Alles mit dem Rapsöl in den Thermomix geben. Die Menge sollte ungefähr so viel sein, dass der Behälter zu einem Viertel gefüllt ist. Alles sehr fein mixen und durch ein sehr feines Passiersieb streichen.

In ein Bechergefäss Eigelb, Senf und den Saft der halben Zitrone geben. Vom Fenchelöl zwei EL für das spätere Anrichten abnehmen. Mit dem Zauberstab die Zutaten im Bechergefäss aufmixen und das Fenchelöl portionsweise dazugeben und zu einer Mayonnaise montieren. Mit Salz abschmecken. Die Mayo in eine Spritzflasche füllen. 

Den zweiten Teil der Fisch-Silhouette mit Tupfen der Mayo auf den Teller spritzen.

Das restliche Fenchelöl auf den Gurkensud tröpfeln.


Zum Anrichten bereitstellen:
Saiblingstatar
Fenchelpollen
Pinienkerne, Sultaninen und Zwiebelringe aus dem Sud
Gurkenwürfel - ein breiter Ring einer Gurke
Fenchelpollen
Blüten der Kapuzinerkresse

Pinienkerne, Sultaninen und Zwiebelringe aus dem Sud in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Bauchlappen der Saiblingsfilets in sehr feine Würfel schneiden. Einige Pinienkerne mit dem Messer zerdrücken. Das Tatar mit den Pinienkernen und den Pollen abschmecken.

Die Gurke ungeschält rundum vom Kernhaus abschneiden und dann in kleine Würfel schneiden.

Die Blütenblätter der Kapuzinerkresse abzupfen.

Den Körper der zweiten Fischhälfte mit Gurkenwürfel, Pinienkernen, Sultaninen, Fenchelpollen, Blüten und Saiblingskaviar auffüllen.


Anrichten - Zusammenfassung:

Das Fischfilet in Form eines halben Fisches auf den Teller legen und mit dem Tatar ausfüllen. Das Tatar mit Zwiebelringen dekorieren.

Die Mayonnaise, ebenfalls in Form eines halben Fisches, auftupfen. Diese Hälfte mit Gurken, Sultaninen, Pinienkernen, Pollen, Blüten und Kaviar auffüllen.

Den Gurkensud angießen und das Fenchelöl hineintropfen.


how to (oder vernünftiger Ablauf, bis der Teller vor den Gästen steht):
1. Den Sud für den Saibling kochen und abkühlen lassen
2. Den Saibling mit Salz marinieren und dann in den Sud einlegen und über Nacht kaltstellen.
3. Das Fenchelöl herstellen und abtropfen lassen.
4. Mit dem Fenchelöl die Mayonnaise machen.
5. Die Gurkensauce herstellen.
6. Die Gurke in kleine Würfel schneiden. Die Kapuzinerkresseblüten abzupfen.
7. Den Saibling aus der Marinade heben und Zwiebelringe, Pinienkerne, Rosinen getrennt abtropfen lassen.
8. Die Bauchlappen des Saiblings abtrennen. Das Tatar fertigstellen.
9. Für die Deko Saiblingskavier und Fenchelpollen bereitstellen.
10. Das Saiblingsfilet in "Fischform" auf den Teller legen und mit dem Tatar auffüllen.
11. Mit der Fenchelmayo die zweite Hälfte der Fischform auf den Teller tupfen.
12. Den "fischigen" Teil der Fischform mit Zwiebelringen dekorieren.
13. Die zweite Hälfte der Fischform mit der Fenchelmayo in Tupfen auf dem Teller skizzieren.
14. Die zweite Hälfte der Fischform mit Gurkenwürfel, Pinienkernen, Sultaninen, Blüten, Pollen und Kavier auslegen.
15. Die Gurkensauce angießen.
16. Das Fenchelöl auf die Gurkensauce tröpfeln.
17. Schnell servieren.




Eine Inspiration aus:





Freitag, 24. Oktober 2025

Marinierte Goldforelle mit Tomaten-Kürbis-Salat

Es war ein lustiger Zufall, als ich mir zwei antiquarische Kochbücher gekauft hatte und beim Durchblättern zwei Rezepte entdeckt habe, die man wunderbar kombinieren könnte. Gerne kombiniere ich auch Kürbis und Tomaten. Nicht nur weil sie geschmacklich gut zusammen passen, sondern ich auch zum Saisonende Tomaten und Kürbis im Garten ernten kann.

Im Originalrezept wird der Salat mit Pinienkernen gemacht. Das habe ich auch so ausprobiert, aber geschmacklich hat es uns überhaupt nicht gefallen. Es nimmt einfach dem Salat die Frische. Da ich noch etwas vom Salat übrig hatte und gerade ein Weinbergspfirsich vom Baum gefallen ist, wurde der kurzerhand Bestandteil und das hat perfekt gepasst. 

Der Salat ist eine wunderbare Ergänzung für die beiden Rezeptsammlungen #tomatenliebe und #kürbiszeit.



für 2 Personen als Hauptgang, für 4 Personen als Vorspeise

Marinierte Goldforelle
1 Goldforellenfilet mit Haut - ca. 200 gr.
frischer Ingwer ca. daumengroß
1 Limette - etwas mehr, Reste vom Salat verwenden
1 EL rosa Pfefferbeeren
1/2 TL Salz
Olivenöl
Salzflocken

Das Fischfilet mit der Hautseite nach unten auf ein Brett legen und den Bauchlappen längs wegschneiden. Auf der anderen Seite ebenfalls einen schmalen Streifen entfernen. Nun mit einem Filetiermesser schräg dünne Scheiben des Fischfleischs von der Haut schneiden. (Ähnlich wie man geräucherten Lachs schneidet) Die Scheiben auf Tellern auslegen.

Den jungen Ingwer ungeschält in sehr feine Würfel schneiden. Die Schale der Limette abreiben und mit der restlichen Schale vom Salat ergänzen. Den Saft auspressen und mit dem restlichen Saft vom Salat mischen.

Die rosa Pfefferbeeren in ein Sieb geben. Das Sieb darf nicht zu engmaschig sein. Nun mit einem Löffel die Schale abreiben und in einer Schüssel auffangen. Dadurch hat man danach nur die feine Schale in der Sauce, die das Aroma mitbringt. Die übrig gebliebenen Pfefferbeeren sind ziemlich scharf und können in eine Pfeffermühle gegeben und normal wie schwarzer Pfeffer verwendet werden.

Limettensaft und -schale mit Ingwer, Pfefferschale und Salz verrühren. Olivenöl nach Geschmack dazugeben und alles zu einer Vinaigrette verrühren. Kurz vor dem Servieren die Vinaigrette auf den Fisch geben und mit dem Löffelrücken gleichmäßig verteilen und mit Salzflocken bestreuen.


Tomaten-Kürbis-Salat
1 kleiner Kürbis
3 San Marzano Tomaten
2 Weinbergspfirsich
1 Chili
1 kleiner Bund Basilikum
1 Limette
1 Zimtstange
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Den Kürbis schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Dann das Kürbisfleisch in mittelgroße Würfel schneiden. Die San Marzano Tomaten längs vierteln und in Scheiben schneiden. Die Weinbergspfirsiche halbieren, den Stein entfernen, schälen und ebenfalls würfeln. Alle Würfel sollten in etwa die gleiche Größe haben.

Die Chili längs halbieren, die Kerne herausschaben und in feine Streifen schneiden. Die Basilikumblätter in Streifen schneiden. Ein paar kleine Blätter für die Deko aufheben. Die Schale der Limette fein abreiben (für den Fisch aufheben) und den Saft auspressen. Auch vom Saft etwa ein Viertel für den Fisch aufheben.

Die Zimtstange mit dem Messer längs in kleine Spalten zersplittern. Die Kürbiswürfel über einem kochenden Wasser, das mit Zimt, Salz und Zucker aromatisiert wurde, für rund 10 Minuten dämpfen. Danach etwas abkühlen lassen.

Aus Limettensaft, Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Kürbis, Tomaten, Weinbergspfirsich und Chili in einer Schüssel mischen und mit der Vinaigrette marinieren. Kurz ziehen lassen und zum Servieren noch mit dem Basilikum mischen und dekorieren.

Marinierte Goldforelle - eine Inspiration aus:


















Tomaten-Kürbis-Salat - eine Inspiration aus:




















Freitag, 10. Oktober 2025

Kabeljau mit Orange, Kapern, Mandeln, Pinienkernen und Sumach

Die orientalische Küche gehört zu meinen Vorlieben und ich kenne sie ziemlich gut. Oft geht es mir, beim Durchblättern eines orientalischen Kochbuchs so, als habe ich das alles schon gesehen und gekocht. In dem Buch "Der Duft von Zimt und Zedern" habe ich dieses Fischgericht mit Tahini-Sauce entdeckt. Ein paar Sachen habe ich verändert, da sie mir im Ablauf der Zubereitung passender erschienen. Und so gefällt es mir sehr gut und endlich gibt es mal ein Fischgericht für Mezze.


für 2 Personen als Hauptgericht, für 4 - 6 Personen als Mezze-Auswahl


1 Kabeljaufilet ca. 300 gr.
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
Olivenöl
Salz

50 gr. Tahina
1/2 Zitrone
1 Orange
Salz
Zucker

2 EL Pinienkerne
2 EL Mandelsplitter
1,5 EL Kapern
Olivenöl
1 kleiner Bund Petersilie
Sumach

Das Fischfilet entgräten und in Portionsstücke schneiden, damit es gut in eine beschichtete Pfanne passt. Die Knoblauchzehe schälen, in feine Scheiben und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. 

Das Tahina in eine Schüssel geben. Die Schale der beiden Zitrusfrüchte fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Tahina verrühren und mit Salz und Zucker abschmecken. Die Sauce sollte dünnflüssig sein.

Die Blätter der Petersilie abzupfen und in feine Streifen schneiden. 

Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (sie sollte so groß sein, dass man danach den Fisch darin braten kann). Hintereinander die Pinienkerne und die Mandelsplitter darin goldgelb braten. Jeweils herausheben und auf etwas Küchenkrepp abtropfen lassen, leicht salzen. Im restlichen Öl die Kapern knusprig frittieren. Ebenfalls herausheben und abtropfen lassen.

Nun Knoblauch und Frühlingszwiebeln im restlichen Öl anschwitzen, dabei leicht salzen. Falls notwendig, noch etwas Öl dazugeben. 

Den Fisch auf beiden Seiten leicht salzen und bei mittlerer Hitze in der Pfanne glasig braten. Sobald er fertig ist, auf einen Servierteller geben und die Tahinacreme über dem Fisch verteilen. Dann die gebratenen Frühlingszwiebeln und Knoblauch darüber geben.

Mandeln, Pinienkerne und Kapern darüber streuen und mit dem Sumach bestäuben. Zum Schluss noch die Petersilie darauf verteilen. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus: