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Freitag, 14. August 2015

Sommerfest im neuen Bürogarten
Ziegenfrischkäse mit gelben Tomaten und Johannisbeeren

Für unser jährliches Sommerfest im Bürogarten habe ich diesmal viele Vorspeisen gemacht, die nicht zu kompliziert sind. Das war heuer notwendig, da die Firma umgezogen ist und ich weder die Küche, noch das Haus oder den neuen Bürogarten vorher gesehen habe. Trotzdem wurde es ein wunderschönes Fest und ich veröffentliche gerne die Rezepte, bei denen ich mich von einigen Kochbuch-Neuzugängen habe inspirieren lassen.

Einen Überblick zum Vorspeisen-Buffet gibt es bei diesem Link.




Der Ziegenfrischkäse mit gelben Tomaten und Johannisbeeren ist eine Inspiration aus "Wilde Beeren" von Luzia Ellert und Gabriele Halper. Mich hat besonders die Zusammenstellung der fröhlichen Farben angesprochen. Die Säure der Johannisbeeren gibt einen ganz besonderen Kick.




als Vorspeise für 4 Personen

2 Rollen Ziegenfrischkäse je 150 gr.
300 gr. gelbe Tomaten
6 große Rispen Rote Johannisbeeren
4 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
1 TL fein geriebene Bio-Orangenschale
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Stiele Oregano

Die Tomaten waschen, halbieren und in feine Scheiben schneiden.  Den Käse in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und, abwechselnd mit den Tomatenscheiben, dachziegelartig auf eine Platte schichten.

Die Johannisbeeren mit einer Gabel von den Rispen streifen und über Käse und Tomaten streuen.

Salz und Pfeffer im Essig verrühren. Die Schale der Orange fein abreiben und in den Essig geben. Das Olivenöl dazugeben, alles zu einer cremigen Vinaigrette verrühren und über den angerichteten Zutaten verteilen.

Die Oreganoblättchen von den Stielen zupfen und über dem Gericht verteilen. Sofort servieren.



Dienstag, 4. August 2015

Kohlrabisalat mit Himbeeren
Konrad Geiger: frisch, bunt & regional

Diesen feinen Kohlrabisalat mit Himbeeren stellt Konrad Geiger in seinem Kochbuch "frisch, bunt & regional" vor. Er ist eigentlich die Beilage für Vegetarische "Spareribs" mit BBQ-Sauce. Herr bushcook hatte aus dem Bürogarten einen perfekten Kohlrabi mitgebracht und in unserem Garten waren die Himbeeren reif. Ich hatte so große Lust darauf, die Kombination aus Kohlrabi und Himbeeren auszuprobieren. Ehrlich gesagt, hatte ich aber keine Lust auf Vegetarische "Spareribs" und an dem glühend heißen Sommertag mit über 35 Grad stand mir der Sinn auch nicht so richtig nach Kochen. So reduzierte ich das Rezept für meine Rezension auf den Salat.

Und der hat es in sich. Wie gut Senf zu Kohlrabi passt, das wusste ich schon. Aber, wie gut die Himbeeren noch dazu passen, das war mir neu. Das ist ein sehr feiner Salat, den man bestimmt auch zu einem gegrillten Steak oder einfach so essen darf.



Für 4 Personen als Beilagensalat oder 2 Personen als vollständige Mahlzeit

1 Kohlrabi, ca. 500 gr.
2 EL Rapsöl
2 EL Mandelsplitter
50 gr. Shiitake-Pilze
1 EL scharfer Senf
1 TL süßer Senf
3 EL Walnussöl
1 Zitrone
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
100 gr. Himbeeren
1 Schale Gartenkresse

Den Kohlrabi schälen, in mittelgroße Würfel schneiden und in eine Salatschüssel geben. 

Den Stiel der Shiitakepilze entfernen und die Köpfe in Streifen schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Mandelsplitter hineingeben und goldgelb rösten. Die Pilzstreifen zugeben und kurz braten. Alles leicht salzen und zu den Kohlrabiwürfeln geben.

Die beiden Senfsorten mit dem Walnussöl glattrühren. Den Zitronensaft auspressen und zur Senfsauce rühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat auf die Teller geben und mit den Himbeeren und der abgeschnittenen Kresse garnieren.

Wer den Salat vorbereiten möchte, schneidet die Kohlrabiwürfel und bereitet die Sauce zu. Gemischt und angerichtet wird der Salat dann kurz vor dem Servieren.








Bei Himbeeren denke ich immer gleich an Rosé-Wein und so gab es einen besonderen Wein aus der Provence zu diesem ungewöhnlichen Salat. Fast stimmt es mich schon nachdenklich, dass er überall nur als der Wein von Angelina Jolie und Brad Pitt erwähnt wird. Das hat er nicht verdient, den es ist ein wunderbarer leichter und frischer Rosé mit einer sehr aparten Farbe und dem feinen Aroma von roten Beeren. Ein perfekter Sommerwein. Man sollte sich öfters so schöne Weine gönnen und sich keinen Kopf um Nebenschauplätze machen. Der Hauptdarsteller ist der Miraval Rosé 2014, Côtes de Provence. Erhältlich ist dieser feine Wein bei Weinzeche.



Donnerstag, 5. Februar 2015

Gedünstete Brombeeren mit Lorbeercreme und Gin
Ottolenghi- Vegetarische Köstlichkeiten

Bei diesem Dessert aus Yotam Ottolenghis neuestem Kochbuch "Vegetarische Köstlichkeiten" bin ich schwach geworden und wollte unbedingt wissen, wie Brombeeren, Gin und Lorbeer in Kombination schmecken. Glücklicherweise habe ich sehr schöne TK-Brombeeren gefunden, sonst hätte ich bis zum Sommer warten müssen.

Dieses Dessert hat mir sowohl geschmacklich, als auch optisch so gut gefallen, dass ich sehr froh war, es für meine Rezension ausprobiert zu haben. Auch als glutenfreie Variante lässt es sich sehr gut zubereiten - einfach glutenfreie Biskuits nehmen. Sie saugen zwar die Flüssigkeit nicht so gut auf, aber dafür kann man etwas von dem Sud über die Brombeeren träufeln.

Es lässt sich sehr gut vorbereiten und kann dann blitzschnell angerichtet werden.




Für 4 Personen

400 gr. TK-Brombeeren (oder frische)
40 gr. Zucker
1,5 TL Rosenwasser
2,5 EL Gin
6 Löffelbiskuits
4 große Kugeln Vanilleeis

Creme:
90 gr. Sahne
70 ml Vollmilch
3 Lorbeerblätter
1 Eigelb
15 gr. Zucker

Sahne und Milch mit den Lorbeerblättern in einem kleinen Topf kurz aufkochen und sofort vom Herd nehmen. In einer kleinen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker gründlich verquirlen. Unter ständigem Rühren ein wenig von der heißen Milchmischung zugießen. Nach und nach mehr von der Milch nachgießen und dabei ständig weiterschlagen, bis alles vermengt ist. Die Mischung zurück in den Topf geben und bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten erhitzen (es darf auf keinen Fall Kochen!), bis die Creme eindickt. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

300 gr. Brombeeren in einem kleinen Topf mit dem Zucker mischen und bei schwacher Temperatur etwa 10 Minuten garen, bis die Früchte weich sind und reichlich Saft abgegeben haben, dabei ab und zu umrühren. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Saft der Brombeeren in eine Schüssel abseihen. Das Rosenwasser und den Gin einrühren und die Löffelbiskuits rundherum in dem Saft tränken, bis sie sämtliche Flüssigkeit aufgesogen haben. Dann die Löffelbiskuits in kleine Stücke zerteilen.

Pro Portion eine große Kugel Vanilleeis in eine Glasschale geben, die getränkten Löffelbiskuits, die gedünsteten und die rohen Brombeeren dazugeben und mit der Creme übergießen.



Montag, 19. Januar 2015

Cheesecake-Tarte
aus Tartes & Tartelettes

Dieses Rezept wollte ich für meine Rezension des neuesten Buchs von Aurélie Bastian "Tartes & Tartelettes" unbedingt ausprobieren, da ich die Kekse für den Boden gut durch glutenfreie Kekse ersetzen konnte.

Bei der Präsentation des Buchs wies Aurélie darauf hin, dass sie die Creme figurfreundlich mit Creme-Quark zubereitet. So habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Creme-Quark gekauft. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas gibt. Da ich kaum einen klassischen Supermarkt betrete, bleiben mir solche Produkt-Innovationen natürlich verborgen.

Dieser Creme-Quark hat gut funktioniert und die Masse war auch cremig. Aber, mein Geschmack war es nicht. Ich würde jederzeit einen normalen Topfen bevorzugen.

Diesen Kuchen habe ich bereits vor Monaten gebacken, als es noch frische Brombeeren gab. Bis ich mich an das zweite Rezept aus diesem Buch heran getraut habe, ist einige Zeit vergangen. Also, bitte nicht wundern.



Tarteform von 22 cm

Boden:
100 gr. glutenfreie Butterkekse
60 gr. Butter

Füllung:
400 gr. Creme-Quark
150 gr. Quark
150 gr. Zucker
Saft 1 Zitrone
2 Eier
50 gr. Reisvollkornmehl

Sauce:
250 gr. Brombeeren
25 gr. Puderzucker

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter in einem Topf erwärmen, bis sie flüssig ist. Die Kekse in der Moulinette grob mixen und mit der flüssigen Butter vermengen. Die Masse auf dem Boden der Tarteform verteilen und festdrücken.

Sobald der Boden abgekühlt ist, die Quark-Masse vorbereiten. Creme-Quark, Quark, Zucker, Zitronensaft, Eier und das Mehl gut vermengen und auf den Boden gießen. Bei 160 Grad für 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Tarte nicht zu dunkel wird.

Die Hälfte der Brombeeren mit dem Puderzucker mischen, kurz erhitzen und fein pürieren. Die Sauce durch ein Sieb passieren, damit die Kerne entfernt werden und dann über die abgekühlte Tarte geben. Mit den restlichen Brombeeren dekorieren.




Donnerstag, 21. August 2014

Nigel Slater - Tender Obst:
Zitronenpudding mit Himbeeren

Der Titel Zitronenpuddig für dieses Dessert aus Nigel Slaters Buch "Tender Obst"  ist irreführend für mich. Unter einem Pudding verstehe ich etwas anderes und vermutlich wird im Original-Rezept clotted cream verwendet. Bei uns ist die Crème double schon ein Exote, aber immerhin im Supermarkt erhältlich.

Das Rezept funktioniert sehr gut damit und schmeckt auch köstlich. Trotzdem bleibe ich neugierig und werde es noch mit der clotted cream versuchen. Glücklicherweise kenne ich einen Laden, wo ich sie bekomme.



4 - 6 kleine Weck-Gläser

500 ml Creme double
150 gr. Zucker
2 Bio-Zitronen
Himbeeren

Die Creme double und den Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dabei gelegentlich umrühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Die Hitze reduzieren und die Masse noch eine Minute unter Rühren simmern lassen. Die Schale der Zitronen fein abreiben und den Saft auspressen.

Den Topf vom Herd nehmen, 75 ml Zitronensaft unterrühren, Schale einer halben Zitrone zugeben und ziehen lassen. Die restliche Zitronenschale einfrieren und den restlichen Zitronensaft anderweitig verwenden.

Die Masse in kleine Gläser füllen und abkühlen lassen. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen und vor dem Servieren mit Himbeeren dekorieren.


Eine Inspiration aus Tender Obst von Nigel Slater.
Zur Rezension geht es hier.

Diese süße Köstlichkeit habe ich extra in kleine Weck-Gläser gefüllt. Dazu gibt es passende Plastikdeckel und so können sie wunderbar für ein Picknick vorbereitet und mitgenommen werden. Deshalb möchte ich damit bei dem Blog-Event von Stephanie mitmachen.


Sonntag, 1. Juni 2014

Rezension: Wilde Beeren
von Luzia Ellert und Gabriele Halper

In meiner Kochbuch-Sammlung befinden sich sehr viele Kochbücher der beiden erfolgreichen Autorinnen Luzia Ellert und Gabriele Halper. Die beiden Wienerinnen arbeiten nun schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich zusammen. Luzia Ellert zeichnet für die künstlerischen und sehr ästhetischen Fotos verantwortlich. Sie gilt als eine der renommiertesten Food-Fotografen überhaupt und hat auch die Fotos für Bücher von Johanna Maier, Johannes King, Dieter Müller, Alexander Herrmann, Kolja Kleeberg, Christian Jürgens und Tim Raue gemacht.

Gabriele Halper, deren Eltern ein Altwiener Wirtshaus führten, machte eine Ausbildung zur Köchin und ist seit 1999 als Foodstylistin und Rezeptautorin tätig. Ich bin ein großer Fan ihrer Rezepte, die sich vor allem durch sehr gute Umsetzbarkeit und das "gewisse Etwas" auszeichnen. Von ihren Büchern, die in der Collection Rolf Heyne erschienen sind, besitze ich alle und habe auch schon einiges daraus gekocht. Die Rezepte funktionieren sehr gut und das Ergebnis ist immer sehr schmackhaft.

Rechtzeitig zum Start der Beeren-Saison ist nun das neue Buch des Erfolgs-Duos Halper/Ellert erschienen: Wilde Beeren.


Wilde Beeren
Luzia Ellert nimmt uns mit sehr stimmungsvollen Aufnahmen zu einer Reise aufs Land mit. Da wo wir die wilden Beeren frisch und reif von den Sträuchern zupfen können. Mit viel Liebe zum Details fotografiert sie den Wandel der Natur, die die einzelnen Jahreszeiten bringen und erntet Beeren, die zu den unterschiedlichsten Köstlichkeiten verarbeitet werden. Ergänzt werden die Bilder mit Anekdoten, die uns in die Lage versetzen, die Wochenend-Stimmung in einem hübschen Ferienhaus zu verspüren.

Wilde Beeren ist kein ausschließliches Kochbuch, sondern ein Bildband zum Schmökern, Staunen und Träumen. Wir können es zu jederzeit in die Hand nehmen und den Verlauf des Jahres mitverfolgen. So sind die Kapitel auch nicht nach unterschiedlichen Speisen oder Beeren gegliedert, sondern beschreiben kleine Alltags-Geschichten wie "Noch so ein Sommertag", "Letzte Ernte" oder "Wenn der Garten aufgeräumt".

Das macht es natürlich schwer Rezepte zu finden. Dies wurde sehr gut mit einem alphabetischen Rezeptregister und einem Register nach Beeren ausgeglichen. Die Rezepte zeigen die Vielfältigkeit von Beeren. Da gibt es natürlich Desserts, Eis und Kuchen und viele Ideen, um die Schätze für die beeren-lose Zeit haltbar zu machen, aber auch pikante Gerichte sind vertreten.

Wenn es ein Rezept von Gabriele Halper ist, dann weiß ich, dass ich mich darauf verlassen kann. Deshalb war ich so mutig und habe die Erdbeer-Mandel-Torte mit Holunderblütencreme als Dessert für ein Menü für 26 Personen ausgewählt, ohne es jemals vorher ausprobiert zu haben. Das hat natürlich bestens funktioniert, obwohl ich die Menge erhöht und es auch noch glutenfrei gestaltet habe. Den Fliedersirup wollte ich gerne machen, um es mit meinem lange bewährten Rezept zu vergleichen und der Salat bot sich als schnelles Abendessen an.


Fliederblütensirup

Gebratene Hendlbrust auf Rucola-Himbeer-Salat
mit Himbeeressig














Erdbeer-Mandel-Torte mit Holunderblütencreme











Wilde Beeren ist ein Buch für Liebhaber von schönen Bildern, schönen Geschichten und schönen Rezepten. Es ist mehr als ein Kochbuch und ich kann es mir auch als sehr schönes Geschenk vorstellen. Es hat auf jeden Fall die Chance öfter als ein reines Kochbuch aus dem Regal genommen zu werden, da man es sich damit auch einfach so auf der Couch gemütlich machen können.

Wenn ich das Interesse jetzt an den Rezepten von Gabriele Halper geweckt habe, dann empfehle ich besonders die Bände der Kulinarischen Bibliothek (Tomate, Kartoffel, Citrus, Chili, Schokolade, Ingwer) und das Buch Fleischeslust.



Bildnachweis: Ariane Bille

Mein Beitrag zur großen Rezensions-Woche der Foodblogger - Jeden Tag ein Buch.