Sonntag, 19. April 2026

Dirty Bistro: Brie brûlée

In unserem Freundeskreis gibt es einen Dessert-Hasser. Stattdessen isst er sehr gerne Käse. Das fiel mir sofort ein, als ich in dem Kochbuch "Dirty Bistro" von Max Strohe den Brie brûlée entdeckt habe. Das ist die perfekte Alternative zu Crème brûlée. Deshalb wollte ich das für meine Rezension (hier nachzulesen) ausprobieren.

Anfangs dachte ich, dass das ein sehr einfaches Rezept ist, aber es hat doch ein paar Tücken. Es ist in einem normalen Supermarkt kaum möglich einen ganzen Brie zu bekommen. Auch Camembert, als Alternative, ist schwierig. Entweder gibt es ihn in 6 Teile geschnitten oder mit merkwürdigen Dingen, wie Chili, kombiniert.

Der erste Käse wollte gar nicht mitmachen und ist ausgelaufen. Deshalb empfehle ich bei solchen Gerichten immer, sie in eine Auflaufform zu setzen. Das erspart viel Putzarbeit. Beim zweiten Mal haben wir zwei verschiedene Käse gekauft und gelernt, dass sie sich unterschiedlich verhalten. Letztendlich hat einer besser geschmeckt und war cremiger. 

Ich habe auch mit der Grillfunktion des Backofens und dem Bunsenbrenner experimentiert. Die ideale Kombination war Erwärmen im Backofen und danach abflämmen. Hier muss man vermutlich eigene Erfahrungen machen und viele Wege können zum Ziel führen.



für 4 Personen zum Teilen

eingelegte Zwiebeln:
1 rote Zwiebel
100 ml Wasser
100 ml Weißweinessig
50 gr. Zucker
1 Lorbeerblatt
1 TL gelbe Senfsaat
3 schwarze Pfefferkörner
2 Wacholderbeeren
1 gestrichener TL Salz

Die Zwiebel schälen und längs in feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben.

Wasser, Essig, Zucker, Lorbeerblatt, Senfsaat, Pfeffer, Wacholder und Salz in einem kleinen Topf aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die heiße Flüssigkeit über die Zwiebeln geben. Abkühlen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.


Quittengelee:

Bei Max Strohe wird das mit Quittensaft, Gelierzucker, Zitrone und Champagner gekocht. Ich habe einen kleinen Quittenbaum im Garten und gebe einige davon an meine Nachbarin ab. Sie kocht mir ein wunderbares Quittengelee und das habe ich einfach aus dem Vorrat genommen.


Käse:
2 Brie oder Camembert, zu je 250 gr.
2 - 3 EL Ahornsirup

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Den Käse aus dem Kühlschrank nehmen.

Eine Auflaufform mit Backpapier auslegen. Vom Käse den Deckel dünn abschneiden und ihn auf das Backpapier setzen. Ahornsirup auf der Käseoberfläche verteilen. Die Auflaufform für 8 Minuten in den Ofen geben, damit der Käse schmilzt.

Den warmen Käse aus dem Ofen nehmen, auf Teller setzen und die Oberfläche mit dem Bunsenbrenner karamellisieren.


Anrichten:

Frisches Baguette in Scheiben schneiden, Quittengelee und Zwiebeln in kleine Schüsseln füllen und alles gemeinsam servieren.

Das Baguette wird am Tisch in den Käse gedippt, wie ein Käse-Fondue.


Eine Inspiration aus:


















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